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SPD will Neubau auf Sportplatz

Langenhagen SPD will Neubau auf Sportplatz

Für den Neubau des abrissreifen Schulzentrums zeichnet sich möglicherweise eine Wende ab: Die SPD möchte das Gymnasium nahe dem bisherigen Standort belassen und auf dem Sportplatz neu bauen. So sieht es auch eine der möglichen Varianten vor. Dafür soll das Sportareal in den Stadtpark ausweichen – als öffentlicher Platz.

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Der für den Neubau des Gymnasiums wegfallende Sportplatz soll nach dem Willen der SPD in den Stadtpark verlegt werden.a

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. In erster Linie sitzt die Zeit den Verantwortlichen im Nacken – um Schüler und Lehrer nicht über Gebühr mit Baulärm zu belasten. Aus diesem Grund hatte das beauftragte Ingenieurbüro Constrata in Absprache mit der Stadtverwaltung fünf Areale für den Bau eines neuen Gymnasiums vorgeschlagen. Als Favorit galt bisher eine Grünfläche an der Rennbahn. Denn der Verbleib von IGS und Gymnasium am bisherigen Standorten an der Konrad-Adenauer-Straße zöge eine Bauzeit von bis zu neun Jahren nach sich, heißt es von den Ingenieuren. Das sei zu viel.

Einziger Pferdefuß: Das Rennbahn-Areal gehört der Stadt Hannover. Doch nach Auskunft von Langenhagens Stadtbaurat Carsten Hettwer hätte es in ersten Gesprächen mit den Kollegen aus der Nachbarstadt wie auch mit dem Pächter – dem Rennverein – eine „generelle Absichtserklärung“ gegeben. „Mehr ist noch nicht gelaufen“, sagte Hettwer am Dienstag auf Anfrage.

Rückblick: Eine Lenkungsgruppe, die aus Vertretern der Schulen, Eltern, Politik und Verwaltung besteht, hatte bereits über das 100 Seiten starke erste Gutachten von Constrata im Juni beraten. In der Folge sollten die Planungen für das Rennbahn-Gelände forciert werden.

Nun beklagt SPD-Fraktionschef Marc Köhler aber den Zeitplan der Präsentation der verschiedenen Varianten so kurz vor den Ferien. Ungeachtet dessen habe sich seine Fraktion in einer Sondersitzung intensiv mit den Planungen befasst. „Es gibt eine Variante, die nicht weiter verfolgt wird, die uns aber sehr zusagt“, betont Anja Sander. Gemeint ist die Variante 1b, die den Neubau des Gymnasiums auf dem Sportplatz des Schulzentrums vorsieht. Das Sportareal soll indes in den Stadtpark umziehen. Damit könnte der gesamte Bereich östlich der Psychiatrie aufgewertet werden, meint Sander und fordert auch eine Öffnung des Sportplatzes für die Öffentlichkeit.

Die beiden wie auch Parteifreund Dieter Gallas glauben, dass diese Variante auch keine neun Jahre Bauzeit verlange. Sie gehen eher von der Hälfte aus. „Man braucht nur den Sportplatz verlegen und schön könnte es losgehen“, betont Köhler. Es müssten lediglich die baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Zudem sei das Rennbahngelände nicht optimal, allein wegen der fehlenden Verkehrsanbindung, sagen alle drei unisono. Auch die wenig zentrale Lage spreche gegen diesen Standort. Aus diesem Grund fordert die SPD nun die Stadtverwaltung auf, auch die Variante 1b gründlich auf die Machbarkeit hin zu untersuchen. „Sie scheint viele Vorteile zu haben“, ist sich Köhler sicher.

Die nun von der SPD favorisierte Variante „ist die wichtigste, um die Schulen zu trennen, aber das Schulzentrum zu erhalten“, betont Sander und erinnert an den exakt so lautenden Ratsbeschluss. Zumal dann auch auf einem eigenem Grundstück gebaut werden könnte, sagt der SPD-Fraktionschef. Den vielen Gegnern einer Bebauung des Stadtparks entgegnet Sander: „einen Tod müssen sie sterben“. „Schulen haben Vorrang“, unterstreicht auch Köhler.

Von Sven Warnecke

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