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Gäste staunen übers duale System

Langenhagen Gäste staunen übers duale System

Dass Unternehmen gezielt junge Leute für die Ausbildung suchen – das ist für Politiker und Unternehmer aus Southwark ein neuer Aspekt. Denn in Langenhagens Partnerstadt finden sich zu wenige Firmen, die ausbilden möchten.

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Duale Ausbildung, Qualifizierung im Unternehmen, duales Studium: Mit großem Interesse informieren sich Politiker und Unternehmer aus Southwark über die Ausbildungsmöglichkeiten in Deutschland, unter anderem bei Rewe. Bismark

Quelle: Bismark

Langenhagen. Dabei werden Ausbildungsplätze dringend benötigt, um Jugendlichen eine Perspektive zu bieten, sagt die amtierende Bürgermeisterin Kath Whittam. Sie verband ihren Besuch zum jährlichen Gänseessen mit den Stadträten Sarah Gibb und Johnson Situ sowie den früheren Bürgermeister Abdul Mohamed und Aybin Graham und Unternehmerin Velma Bennet mit einem Informationsaustausch über die Frage, wie Firmen und Jugendliche zueinander finden.

„In unserem Unternehmen gibt es eine Mitarbeiterin, die sich in Schleswig-Holstein und Niedersachsen ausschließlich mit dem Recruiting beschäftigt“, sagte Rewe-Bezirksmanager Maik Renner. Wenn eine Firma nicht ausbilde, dann fehle mittelfristig schlicht der qualifizierte Nachwuchs, begründete Arkadius Jodlowiec, Geschäftsführer des Rewe-Marktes an den Elisabeth-Arkaden, sein Engagement. Schulpraktika, Berufsfindungsmärkte, Tarifgehälter, zusätzliche Schulungen im Konzert – damit versuche Rewe zu punkten. „Schon jetzt planen wir das Jahr 2018, damit wir genügend Azubis oder duale Studenten finden“, betonte Jodlowiec. Dieses Vorgehen überraschte die Besucher ebenso wie die weiteren Karrieremöglichkeiten. „Wer bei uns eine Ausbildung abschließt, kann sich intern qualifizieren, bis hin zum Marktleiter oder Bezirksmanager“, sagte Renner und verwies auf seine eigene Biografie: „Auch ich habe als Einzelhändler begonnen.“ Niemand müsse von Anfang an studieren, um im Management arbeiten zu können.

Für Johnson Situ, im Stadtrat auch mit dem Thema Ausbildung und Arbeitsmarkt befasst, ging es um Fragen nach Schulgeld und staatlichem Druck. „Wir müssen nicht per Gesetz ausbilden“, sagte Jodlowiec und fügte hinzu, kein Azubi müsse zudem Schulgeld zahlen, bei dualen Studenten übernähmen die Unternehmen sogar die Studiengebühren. Gleiches gelte für Quereinsteiger, beantwortete er eine Frage Bennets.

Dem Auftakt-Gespräch soll ein weiterer Austausch folgen, den Organisatorin Birgit Naeschke und der stellvertretende Bürgermeister Willi Minne unterstützen wollen. Bennet sprach gleich die erste Einladung aus: Interessierte Firmenchefs sollen sich einmal die Berufsmesse in Southwark ansprechen – dort fänden sich zumeist aber nur global Player, nicht die lokalen, die ausbilden müssten.

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