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Geld für Lebensberatungsstelle

Langenhagen Geld für Lebensberatungsstelle

Die Verträge sind besiegelt, doch wann genau die Lebensberatungsstelle auch für Familien- und Erziehungsfragen als gesetzlich verbriefter Anlaufpunkt starten kann, ist offen. Noch fehlt es an Personal, an Räumen und endgültigem Konzept.

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Die Region überträgt der Lebensberatungsstelle als Gegenleistung für eine Finanzspritze Beratungsaufgaben in Familien- und Erziehungsfragen.

Quelle: Symbolbild

Langenhagen. Die Lebensberatungsstelle an der Ostpassage erhält eine kräftige Finanzspritze: Die Region Hannover überträgt ihr die Beratungsaufgabe in Familien- und Erziehungsfragen. Das Team um den Leiter Hans-Günther Schoppa kann damit um zwei auf vier Vollzeitstellen aufgestockt werden. Damit verändert sich jedoch nicht nur der Stellenplan: Galt die Arbeit der Beratungsstelle bislang je zur Hälfte der Ehe- und Lebensberatung sowie den Fragen zu Familie und Erziehung, so wird der zweite Part künftig drei Viertel der Arbeit ausmachen. „Was das für unser tägliches Arbeiten bedeutet, müssen wir erst noch erarbeiten“, sagt Schoppa.

Basis dieses Wandels ist ein Angebot der Region an die Stadt Langenhagen. Weil die Region ihre gesetzlich vorgeschriebene Beratung in Familien- und Erziehungsfragen in der Fläche stärker ausbreiten möchte, bot sie der Stadt verschiedene Modelle: Entweder die Stadt bietet diese Beratung selbst an oder sie überträgt diese Aufgabe an einen Träger. In beiden Fällen zahlt die Region die übernommenen Aufgaben. Die Stadt suchte den Kontakt zur Lebensberatungsstelle, die sie mit dem Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen gemeinsam finanziell unterstützt.

Die nunmehr gefundene Regelung, die unlängst auch der Rat der Stadt abgesegnet hat, gilt für alle Beteiligten als Gewinn - für die Stadt und ihre Bürger auch buchstäblich: Der kommunale Zuschuss an die Beratungsstelle schmilzt von einst 175 000 Euro auf 50 000 Euro pro Jahr. Das Geld der Region wird von der Stadt direkt an die Beratungsstelle weitergeleitet. Für die Ratsuchenden ist die Hilfe in Familien- und Erziehungsbelangen künftig kostenfrei. Inhaltlich hält Schoppa das neue Modell für Chance und Herausforderung gleichermaßen. „Wir können jetzt so vieles anbieten, wofür wir schon oft den Bedarf gesehen haben, es uns aber an Leuten fehlte.“ Doch was genau das sein wird, hänge maßgeblich von der Qualifikation der Kräfte ab, für die nun die Ausschreibungen vorbereitet werden. Schoppa rechnet mit einem Start des neuen Angebotes frühestens im ersten Quartal 2016. „Wir starten mit dem, was wir finden, nach und nach.“

Das gilt auch für die zweite Fehlstelle: genug Platz. Die Räume an der Ostpassage sind schon jetzt eng belegt. „Deshalb suchen wir ergänzend zu unserer gut etablierten Anlaufstelle weitere Räume.“ Diese könnten durchaus in den Ortschaften Langenhagens liegen. „Auch ein leer stehender Laden käme unter Umständen in Betracht“, sagt Schoppa. Zwei Räume, ein Warte- und ein Sanitärbereich werden benötigt. Und lärmverträgliche Nachbarn. „Wenn es um Kinder geht“ sagt Schoppa und lacht, „kann es schon mal turbulent werden.“

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