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Gemeinde muss auf Geldsuche gehen

Langenhagen Gemeinde muss auf Geldsuche gehen

Das Familienzentrum Emma und Paul muss zukünftig ohne die Anschubfinanzierung der Landeskirche und des Diakonischen Hilfswerks zurechtkommen. Der Kirchenkreis will aber weiter investieren.

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Pastor Dr. Frank Foerster (von links), Koordinatorin Bianca Norberg und Superintendent Holger Grünjes wollen das Familienzentrum erhalten.

Quelle: Nils Oehlschläger

Langenhagen. Das Familienzentrum Emma und Paul macht einen großen Schritt zur Selbstständigkeit. Ab 2017 fällt die Anschub- finanzierung durch die Landeskirche und das Diakonische Hilfswerk weg. Bis dahin müssen Koordinatorin Bianca Norberg und Marcus Dohm vom Kirchenkreis, der mit der Suche nach Spendengeld beauftragt ist, neue Möglichkeiten finden, um den finanziellen Bedarf der Einrichtung künftig zu decken.

Aufrechterhalten werden soll die Finanzierung durch den Kirchenkreis. Dieser will von 2017 bis 2019 pro Jahr etwa 15 000 Euro in das Familienzentrum investieren. „Der Finanzbedarf ist aber mindestens doppelt so hoch“, teilt Kirchenkreis-Sprecherin Andrea Hesse mit.

Das Familienzentrum steuert auf ungewisse Zeiten zu. „Sollte es nicht gelingen, eine ausreichen- de Finanzierung sicherzustellen, könnte es für Emma und Paul tatsächlich eng werden“, so Hesse. Die Einrichtung sei daher auch auf die Unterstützung durch die Kirchenvorstände von St. Paulus und der Emmausgemeinde angewiesen. Dass der Kirchenkreis das Familienzentrum voll finanzieren könnte, sei mehr als unwahrscheinlich, sagt die Kirchenkreis-Sprecherin. Hintergrund ist die geplante Eröffnung eines weiteren Familienzentrums in Mellendorf, das auch eine Anschubfinanzierung benötige.

Umso mehr freute sich Superintendent Holger Grünjes über die Spende des Unternehmers Uwe Haster. Dieser hatte den mit 3000 Euro dotierten Staatspreis der Handwerskammer für die Außendarstellung seiner Firma für Gebäudereinigung erhalten. Das Preisgeld spendete er zur Hälfte dem Kirchenkreis. „Das Familienzentrum schien uns dafür geeignet zu sein“, sagt Grünjes - denn der Betrieb an der Hindenburgstraße solle weitergehen. Das Angebot der Kirchengemeinden Emmaus und Paulus habe sich wegen des großen Angebots herumgesprochen, sagte Koordinatorin Bianca Norberg. Bei Veranstaltungen sollen sich auch in Zukunft Familien, Tafelempfänger und Flüchtlinge begegnen können. Und: „Es ist angedacht, eine halbe Diakonstelle für Emma und Paul zuzuweisen“, sagte Pastor Frank Foerster. Bis März soll die befristete Stelle besetzt werden, so Kirchenkreissprecherin Andrea Hesse.

Zudem soll ein Förderverein gegründet werden „Wir brauchen jemanden, der sich in Sachen Finanzen auskennt, gern auf Menschen zugeht und sich für das Bestehen des Familienzentrums einsetzen will“, sagt Foerster. Interessenten können sich unter Telefon (05 11) 9 73 94 22 beim Pfarramt melden.

Von Nils Oehlschläger

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