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Gemeinsam etwas für Flüchtlinge tun

Langenhagen Gemeinsam etwas für Flüchtlinge tun

Der Verein Gemeinsam leben in Langenhagen kümmert sich dieser Tage verstärkt um Flüchtlinge. Entstanden ist der Verein aber schon 1993 - denn auch damals suchten viele Menschen in Langenhagen Asyl.

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Hellmuth Scholz (von links), Elisabeth Scholz, Gisela Brandenburg, Christel Hess, Gabriele Hahn-Hartwig, Horst Hartwig, Elke Zach und Wilhelm Zabel freuen sich über den Bestand des Vereins.

Quelle: Hartung

Langenhagen. Es ist nicht das Jahr 2015, sondern 1991 - damals ist die politische Lage mit Flüchtlingen aus Krisenregionen aber schon sehr ähnlich. Viele Asylbewerber sind auf engstem Raum in der Sporthalle der Brinker Schule in Langenhagen untergebracht. Der Arbeitskreis Frieden-Gerechtigkeit-Bewahrung der Emmauskirchengemeinde möchte einen Verein gründen, der als rechtlicher Träger mögliche Lösungen suchen soll.

Hellmuth Scholz war damals Pastor der Kirchengemeinde und erinnert sich an eine der Initialzündungen für die Gründungsidee. „Wir waren ein offenes Haus. Trotzdem: Als die Leute ständig bei uns geklingelt haben, mussten wir uns etwas einfallen lassen.“

Am 5. Januar 1993 gründet sich schließlich der Verein Gemeinsam leben in Langenhagen. Auch wenn sich zu diesem Zeitpunkt die Flüchtlingswelle schon wieder beruhigt hatte und die Menschen aus der Brinker Halle ausgezogen waren - der Verein setzte die Kontaktpflege fort und organisierte Hausaufgabenhilfe für Kinder.

Heute steht die Betreuung ebenfalls im Mittelpunkt der Vereinsarbeit: Im ehemaligen Hotel Zollkrug an der Walsroder Straße sind aktuell 30 Flüchtlinge untergebracht. Der Verein betreut diese Menschen in Zusammenarbeit mit dem Sozialberatungsdienst der Stadt. „Wir machen das ehrenamtlich und mit viel Engagement. Wenn man die strahlenden Gesichter sieht, dann weiß man, wofür man das tut“, sagt der Vereinsvorsitzende Wilhelm Zabel.

Gemeinsam leben in Langenhagen ist ein diakonischer Verein und zählt momentan 62 Mitglieder. „Laut unserer Satzung ist der christliche Glaube die Grundlage, wir sind aber allen Glaubensrichtungen gegenüber offen“, sagt Elke Zach, die genau wie Zabel, Gabriele Hahn-Hartwig, Horst Hartwig sowie Elisabeth Scholz und Hellmuth Scholz zu den Gründungsmitgliedern zählt.

Von Stephan Hartung

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