Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Gerda Negraßus darf sich im Goldenen Buch verewigen

Gerda Negraßus darf sich im Goldenen Buch verewigen

Dank für knapp fünf Jahrzehnte währendes ehrenamtliches Engagement im kulturellen Bereich: Freitag hat sich Gerda Negraßus in das Goldene Buch der Stadt eingetragen. Sie ist damit die 67. Würdenträgerin. Ihr Engagement tue der Gesellschaft gut, lobte Langenhagens Bürgermister Mirko Heuer.

Voriger Artikel
Engel packen Geschenke zur Weihnachtshilfe ein
Nächster Artikel
"Game of Thrones"-Star liest im Flughafen

Premiere für beide: Gerda Negraßus darf sich unter Aufsicht von Bürgermeister Mirko Heuer in das Goldene Buch der Stadt eintragen. Warnecke

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. „Wenn ich meine Jeans gegen eine Stoffhose tausche und eine Krawatte trage, dann muss schon ein besonderer Moment sein“, sagte eingangs seiner sehr persönlichen Laudatio Bürgermeister Mirko Heuer. Und mit dem Eintrag Gerda Negraßus’ in das Goldene Buch der Stadt war er das dann in der Tat. Denn es sei neben der Ehrenbürgerschaft die höchste Auszeichnung, mit der Langenhagen Verdienste der Bürger würdigen könne, sagte Heuer gestern vor den Gästen im Ratssaal. Und dass Negraßus das verdient habe, daran ließ der Bürgermeister keine Zweifel.

„Seit 47 Jahren ist sie eine feste Größe im kulturellen Bereich, und ihr Name wird immer eng verknüpft bleiben mit dem Chorwesen und der Kultur in Langenhagen“, lobte Heuer. So habe sie sich nicht nur im Gemischten Chor Brink verdient gemacht, sondern auch den Langenhagener Singkreis mit aus der Taufe gehoben.

Doch eine noch herausragendere Rolle habe Negraßus bei und nach dem ersten Kulturfestival in der Stadt gespielt. Das führte 1993 zur Gründung des Kulturrings Langenhagen, dem sie bis zum Sommer vorstand. Unter dem Dach des Kulturrings sind gut 40 Vereine, Gruppen und Solokünstler vereint, um kulturell gefördert sowie technisch und organisatorisch unterstützt zu werden, wie Heuer die Funktion des Vereins umschrieb. Er zählte noch viele weitere ehrenamtliche Tätigkeiten von Negraßus auf, etwa das Engagement um die Partnerschaft mit der bosnischen Stadt Bijeljina.

„Dieses Engagement, diese Bereitschaft, Ehrenämter zu übernehmen, tut der Gesellschaft gut“, befand der Bürgermeister. Dabei erinnerte er auch an die Schwierigkeiten Negraßus’, einen Nachfolger für den Kulturring zu finden. Doch auch das gelang mit Anneke Bazuin nach Jahren der Suche.

Die sichtlich gerührte Gerda Negraßus gab sich in ihren Dankesworten dann doch recht bescheiden: „Ich dachte immer, das muss ja.“ Gleichwohl ist ihr auch klar, dass es heute immer schwieriger wird, Ehrenamtliche zu finden, die sich ganz ohne Gage engagieren wollen. Dennoch hoffe sie, das sich Freiwillige fänden. „Der Eintrag ins Goldene Buch ist eine Ehre und ein erhabenes Gefühl“, sagte Negraßus.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Schulzentrum Langenhagen

Nahezu vollständig müssen das Gymnasium und ein Teil der IGS abgerissen und neu gebaut werden, weil der Brandschutz nicht gewährleistet ist. Mehr zum Schulzentrum Langenhagen lesen Sie hier. mehr