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Gibt es eine Chance fürs Freibad in Godshorn?

Langenhagen Gibt es eine Chance fürs Freibad in Godshorn?

Gespräche laufen, aber mehr als ein Denkmodell ist es bislang nicht: Ein Unternehmer aus Langenhagen möchte als Privatmann das Godshorner Freibad erhalten. Theoretisch ist dies möglich. Allerdings müsste der Rat seinen eigenen Beschluss kippen und voraussichtlich auf viel Geld für die Stadtkasse verzichten.

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Die letzten Spuren des Sommerbetriebs im Freibad Godshorn sind längst beseitigt. Aber wie geht es weiter?

Quelle: Sven Warnecke (Archiv)

Langenhagen. Die Idee des Geschäftsmannes klingt charmant: Wenn denn die Godshorner so ungern auf ihr Freibad verzichten möchten und die Stadt derzeit offenkundig kein Geld übrig hat für ein 50-Meter-Außenbecken am Neubau in der Kernstadt, dann könnten doch alle gemeinsam den Außenpool in Godshorn retten. Seinen Namen möchte der Unternehmer derzeit in der Zeitung nicht lesen. Gleichwohl hat er bereits hinter den Kulissen mehrere Gespräche dazu in Godshorn und Langenhagen geführt.

Rechtlich steht dieser Idee nichts im Weg. Mit der Betreibergesellschaft GMF, die das neue Schwimmbad an der Theodor-Heuss-Straße spätestens 2017 übernehmen wird, ist keine Ausschlussklausel vereinbart worden. Lediglich ein Ratsbeschluss müsste revidiert werden: Derzeit ist politischer Wille, das Godshorner Bad spätestens 14 Tage vor Eröffnung des Neubaus vollends zu schließen.

Dass der Erhalt des Freibades durchaus Sympathien weckt, ist seit Langem bekannt. Schon im Wahlkampf zur Bürgermeisterwahl 2014 offenbarten sich sowohl Noch-Amtsinhaber Friedhelm Fischer als auch sein damaliger Herausforderer und heutiger Verwaltungschef Mirko Heuer als Freunde dieser Idee - vorausgesetzt, die Stadt koste dies kein Geld.

Bei näherer Betrachtung ist diese Aussage allerdings schwer zu halten. Denn selbst, wenn es für den Betrieb des Freibades ähnlich wie in Uetze und Hänigsen Genossenschaftsmodelle oder eine Art Crowd Funding gäbe, würde die Stadt zumindest auf Einnahmen verzichten. Und dies in zweierlei Hinsicht: Zum einen könnte das Grundstück nicht veräußert werden - beispielsweise für Wohnungsbau oder Gewerbeansiedlung. Zum anderen würde ein Sommerbetrieb die Besucherzahlen im Neubau schwächen.

Derzeit gibt es im Rathaus lediglich eine grobe Schätzung für die erforderlichen Abrisskosten für das Hallenbad. Eine erhoffte Erlöshöhe für den Grundstücksverkauf taucht im Haushalt nirgends auf. Der Unternehmer rechnet mit einem „niedrigen sechsstelligen Betrag“, um für das Freibad eine neue Umwälzanlage zu bauen.

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