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Wechsel an Dorfspitze steht an

Langenhagen Wechsel an Dorfspitze steht an

Gleich in drei Dörfern könnte es nach der kommunalwahl rein rechnerisch neue Ortsbürgermeister geben. Mit Koalitionsaussagen halten sich Parteien und Wählergemeinschaften allerorten derzeit aber noch bedeckt.

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Neugierig werden die ersten Wahlergebnisse im Langenhagener Ratssaal begutachtet.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Sowohl in Engelbostel als auch in Godshorn und Kaltenweide könnte es einen Wechsel an der Spitze der Dorfpolitik geben. Im Westen verlor Gudrun Mennecke (SPD) die Mehrheit, ihre Partei erzielte hinter der CDU mit Spitzenkandidatin Bettina Auras lediglich das zweitbeste Ergebnis. Beide Parteien erlangten drei Sitze. Doch auch die Christdemokraten müssen mit Stimmenverlusten leben. Neu im Ortsrat sind die Grünen mit Karin Eggers und die Unabhängigen Wähler Engelbostel (UWE) um das ehemalige CDU-Mitglied Matthias Schreiber und Matthias Jürgens.

Mennecke will nach eigenem Bekunden erneut als Ortsbürgermeisterin kandidieren. Doch das will Auras auch, betonte die Christdemokratin auf Anfrage. Aus diesem Grund kommt den beiden UWE-Vertretern eine besondere Bedeutung zu. Doch es habe noch keine konkreten Gespräche gegeben, betonte Schreiber am Montag. Ob nun eher Mennecke oder doch Auras unterstützt werden soll, dürfen die Wähler auf der UWE-Internetseite bestimmen.

In Godshorn hat es der erst 21 Jahre alte Julian Tim Wook als Neuling für die SPD geschafft, auf Anhieb die meisten Stimmen auf sich zu vereinen. Seine Partei stellt künftig vier Mitglieder im Ortsrat. Wook muss aber als möglicher Nachfolger von Noch-Ortsbürgermeister Willi Minne mit kräftigen Verlusten seiner Partei leben. Mit wem die SPD künftig zusammenarbeiten wird, steht noch nicht fest, sagte Wook am Montag. Rein rechnerisch wären zwei Varianten möglich: etwa mit der CDU, die ebenfalls vier Mandate erlangte oder aber mit der BBL und den Grünen. Die CDU-Spitzenkandidatin Ute Biehlmann-Sprung wollte sich gestern nicht zum Ausgang der Wahl äußern.

Auch in Kaltenweide versprechen die Verhandlungen zwischen den gewählten Kandidaten Spannung. Wegen kräftiger Verluste kommt die SPD mit Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr nur noch auf vier Sitze, die CDU auf drei, die Grünen auf einen. Neu vertreten sind das BBL mit zwei und die Wählergemeinschaft AfL mit Andreas Eilers mit einem Mandat.

Ortsbürgermeister Langrehr will aber wieder für das Amt kandidieren. Theoretisch sei in Kaltenweide etwa eine Mehrheit mit der CDU oder dem BBL möglich. „Vorstellen kann ich mir das aber nicht“, betonte Langrehr gestern. Gespräche sind noch nicht geführt worden, räumte er ein. Reinhard Grabowsky (CDU) kann sich durchaus vorstellen, dass auch seine Partei das Amt des Bürgermeisters beanspruchen könnte – unabhängig von irgendwelchen Koalitionsfragen. Er sieht durchaus Möglichkeiten, mit dem BBL und der WG AfL eine knappe Mehrheit zu erreichen. „Wir müssen bei den anderen abchecken, wie sie sich zu bestimmten Themen verhalten“, gibt Grabowsky das Ziel aus. Der „Juniorpartner“ der SPD wolle er indes eher nicht sein.

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Von Sven Warnecke

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