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Großbrand auf ehemaligem Norta-Gelände

Langenhagen Großbrand auf ehemaligem Norta-Gelände

150 Feuerwehrleute haben am frühen Sonntagmorgen einen Großbrand auf dem ehemaligen Norta-Gelände bekämpft. Dort brannte es vom Erdgeschoss bis unter das Dach. Bei dem Einsatz wurde ein Feuerwehrmann verletzt. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachchaden vorläufig auf etwa 200.000 Euro

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Sehr viel Löschwasser kam am frühen Morgen auf dem Gelände der ehemaligen Tapetenfabrik zum Einsatz. 

Quelle: Uwe Dillenberg

Langenhagen. Streifenpolizisten des Langenhagener Kommissariats hatten am Sonntagmorgen um kurz vor 3 Uhr Qualm im Bereich des Norta-Geländes bemerkt und Alarm geschlagen. Das Gebäude der ehemaligen Tapetenfabrik an der Walsroder Straße wird von diversen Firmen und auch Privatleuten als Lagerraum genutzt. Über die Brandursache konnte Polizeisprecherin Martina Stern am Sonntagachmittag noch keine Angaben machen. Gleichwohl kündigt sie für diese Woche die Brandexperten der Kriminalpolizei an. Sie beziffert den Schaden auf vorläufig etwa 200 000 Euro. Ein Feuerwehrmann verletzte sich bei den Löscharbeiten am Knie und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.

150 Feuerwehrmänner waren bei diesem Großbrand im Einsatz: An der Walsroder Straße stand das Gebäude der ehemaligen Tapetenfabrik vom Erdgeschoss bis zum Dachstuhl in Flammen. Die Einsatzkräfte konnten das Feuer mit viel Löschwassereinsatz unter Kontrolle bringen.

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Zunächst lautete die Alarmierung „Dachstuhlbrand“, berichtet Christian Hasse, Sprecher der Langenhagener Ortsfeuerwehr. Am Brandort stellte Ortsbrandmeister Jens Heindorf jedoch fest, dass das Feuer vom Erd- bis zum Dachgeschoss der ehemaligen Tapetenfabrik komplett hochgezündet hatte. „Deshalb lösten wir Stadtalarm aus“, erläutert Hasse. Damit waren alle Freiwilligen Feuerwehren der Stadt im Einsatz. Zudem forderte Heindorf die Isernhagener Drehleiter aus Altwarmbüchen zur Unterstützung an.

Dank des massiven Löschwassereinsatzes konnte das Feuer im Erdgeschoss zwar relativ schnell unter Kontrolle gebracht werden, berichtet Hasse weiter. Im Dachbereich breitete sich das Feuer indes immer weiter aus. Heindorf – der von Brandabschnittsleiter Horst Holderith sowie Langenhagens Stadtbrandmeister Arne Boy unterstützt wurde – teilte daraufhin den Bereich in zwei Abschnitte an zwei Gebäudeseiten auf. Auf der einen Seite stand die Langenhagener Drehleiter, auf der anderen die aus Altwarmbüchen, um den Dachbereich zu löschen, sagt Hasse. Aus Sicherheitsgründen schaltete der Energieversorger zudem das Strom- und Gasnetz ab.

Hasses Angaben zufolge unterstützten etwa 50 Mitglieder anderer Hilfsorganisationen die 150  Feuerwehrleute bei dem mehrstündigen Löscheinsatz. Das Technische Hilfswerk leuchtete die Einsatzstelle aus, die Johanniter Unfallhilfe stellte nicht nur den Rettungsdienst sicher, sondern versorgte auch die Einsatzkräfte mit Verpflegung.

Gegen 5.30 Uhr konnte Heindorf „Feuer unter Kontrolle“ melden. Doch immer wieder aufflackernde Glutnester erschwerten die Arbeit der Ehrenamtlichen.  „Der Lagerhallenkomplex erwies sich als stark verwinkelt, was die Löscharbeiten erschwerte“, berichtet der Feuerwehrsprecher weiter.

Doch gegen 7 Uhr waren diese mithilfe von Schaum letztlich gelöscht. Für die Lösch- und Aufräumarbeiten musste die Walsroder Straße zwischen Reuterdamm und Leibnizstraße bis 9 Uhr für den Verkehr – auch für die Linienbusse – gesperrt werden. Die Fahrzeuge wurden an dem Einsatzort über eine Umleitung gelotst.

Der Einsatz weckt Erinnerungen an ein Feuer vor zwei Jahren an eben diesem Gebäudekomplex: Seinerzeit hatte es dort Anfang März gebrannt. Dank einer Zeitungszustellerin waren die Flammen noch rechtzeitig entdeckt worden und konnten von einem Großaufgebot der Feuerwehr rasch gelöscht werden. Damals hatten die Polizeiermittler gleich zwei Brandherde entdeckt. Sie gingen von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Täter konnten indes nie ermittelt werden.

Von Antje Bismark und Sven Warnecke

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