Geben die politischen Gremien grünes Licht, könnte die Einrichtung am 1. August öffnen. In einer Drucksache listet die Verwaltung jetzt die Kosten auf. Demnach müsste die Stadt die monatliche Miete von 810 Euro übernehmen, der Mietvertrag ist auf fünf Jahre befristet. Hinzu käme ein monatlicher Zuschuss, wie er in den Richtlinien für die Förderung von Seniorenbegegnungsstätten festgelegt ist.
Die Verwaltung rechnet in diesem Jahr mit Kosten in Höhe von 4050 Euro, in den Folgejahren mit 10 000 Euro. Für 2010 steht das Geld bereits im Haushalt. Den Umbau der Räume übernimmt die Kreissiedlungsgesellschaft als Vermieter, Mobiliar und Einrichtung bezahlt das Rote Kreuz. Darüber diskutiert der Sozialausschuss am Donnerstag, 20. Mai, um 17.30 Uhr.
Die Stadt empfiehlt, dem Projekt zuzustimmen, weil die Miethöhe angemessen sei und die Verwaltung den Rotkreuzlern – im Gegensatz zu anderen Seniorenbegegnungsstätten – keine Räume zur Verfügung stelle. Außerdem verweist die Verwaltung auf einen Prüfantrag der rot-grünen Ratsmehrheit aus dem Jahr 2008, in der Kernstadt nach geeigneten Räumen für eine DRK-Begegnungsstätte zu suchen.
Die FDP signalisiert bereits Zustimmung für das Projekt, genau wie die CDU. „Wir werden den Zuschuss befürworten, allein schon wegen der Gleichbehandlung mit den vielen AWO-Begegnungsstätten“, sagt FDP-Fraktionschef Bernd Speich. „Natürlich wissen wir, dass dadurch die Ausgabenseite im Haushalt weiter erhöht wird. Doch der demografische Wandel erfordert eben auch zunehmend entsprechende Begegnungsstätten.“
Grünen-Fraktionschef Dirk Musfeldt sieht die geplante DRK-Begegnungsstätte positiv. Gleichwohl wolle seine Fraktion mögliche Alternativen noch einmal erläutert haben und auch klären, ob die Räume für andere Organisationen genutzt werden könnten. „Es ist ja für eine ehrenamtliche Organisation nicht leicht, jeden Tag ein umfangreiches Programm auf die Beine zu stellen und die Räume mit Leben zu erfüllen“, sagt Musfeldt.
SPD-Fraktionschef Mark Köhler steht dem Vorhaben grundsätzlich positiv gegenüber: „Die Lage und der Raumzuschnitt sind ideal. Und ich habe auch keinen Zweifel, dass das DRK die Räume auslasten kann.“
Antje Bismark
HAZ.de Anmeldung
