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Grüne erleben starken Zulauf

Langenhagen Grüne erleben starken Zulauf

Die Bündnisgrünen im Langenhagener Rat präsentieren sich für die Kommunalwahl im September mit gestärktem Rücken und einigen neuen Gesichtern. Der bisherige Fraktionschef Dirk Musfeldt tritt wieder an, will seine Arbeit aber neu aufstellen. Neu dabei sind Ronald Kunze und Ulrike Bodenstein-Dresler.

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Für den Langenhagener Rat treten an: Heinrich Kohne (von links), Ulrike Bodenstein-Dresler, Ulrike Jagau, Dirk Musfeldt, Maren Rietschel, Ronald Kunze und Marion Kellner.

Quelle: privat

Langenhagen. 38 Kandidaten, diese Zahl macht Ronald Kunze durchaus stolz. Der Spitzenkandidat der Grünen für den Wahlbereich 1 (Wiesenau, Brink, Im Hohen Felde) ist sich bewusst, dass in Zeiten, in denen das Politiker-Dasein bei jungen Leuten nicht eben hip erscheint, eine solche Unterstützerzahl bemerkenswert ist. Und deshalb ergänzt er: "Zehn bis 15 davon würden auch wirklich ein Ratsmandat übernehmen."

Derzeit verfügt die Grünenfraktion im Rat über sechs Mitglieder. "Gewählt waren aber sieben", fügt Ulrike Jagau hinzu. Elvira Drescher hat nach internen Streitereien jedoch die Fraktion inzwischen verlassen. Jagau steht im Wahlbereich 3 (Langenhagen Mitte) auf Platz 1. Ihr zur Seite dort steht Ulrike Bodenstein-Dresler. Sie ist derzeit nicht im Rat vertreten, würde im Falle ihrer Wahl allerdings eine zufällige Tradition fortschreiben. Als Didaktische Leiterin der IGS wäre nach den ehemaligen Rektoren, Wolfgang Kuschel und Dieter Galas (beide SPD), wieder eine Vertreterin der Schule im Rat vertreten. Den Kreis der Spitzenkandidaten schließen Maren Rietschel (WB 2 für Langenforth) und Heinrich Kohne (WB 5 in Engelbostel, Godshorn, Schulenburg).

Das Wahlprogramm ist bereits beraten und beschlossen, "allerdings noch nicht gedruckt" (Kunze), und benennt als ersten zentralen Punkt die Entwicklung des Schulzentrums. Um Langenhagen zu einer "bildungsfreundlichen" Stadt zu machen, ist von Inklusion über Ganztagsschule bis zur barrieren Mediennutzung ein Bündel von Schulthemen genannt. Wobei sich Musfeldt durchaus diskussionsfreudig zeigt: Sowohl beim Ratsbeschluss zum Verbleib beider Schulen an der Konrad-Adenauer-Straße zeigt er sich offen auch für andere Lösungen, falls sich nicht alles Gewünschte am Standort verwirklichen lässt. Und auch beim Stichwort "offene" Ganztagsschule sei nicht alles in Beton gegossen. "Das ist allerdings unsere Mindestanforderung", ergänzt Jagau.

Wie die Mehrheiten im Langenhagener Rat nach der Kommunalwahl aussehen werden, ist nach Ansicht der Grünen "offener denn je". Weil die Zusammenarbeit mit der SPD bislang zwar "nicht immer stressfrei, aber erfolgreich" (Musfeldt) gewesen sei, favorisiert die Partei dieses Bündnis. Falls es dafür allerdings keine Mehrheit geben werde, seien sie "offen auch für andere Lösungen". Wobei Dreier-Bündnisse von Musfeldt keine guten Prognosen erhalten. "Die bedürfen vieler Absprachen." Die Erfahrung in Langenhagen habe gezeigt, dass 90 Prozent aller Beschlüsse am Ende ohnehin großen Konsens im Rat erzielten. "Und für die restlichen 10 Prozent braucht es stabile Bündnisse." Langen Streit werde es im Zweifel auch weiterhin geben, "selbst bei einer kleinen Opposition".

Von Rebekka Neander

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