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Videoclip mit Spaß - und über die Grenzen

Langenhagen Videoclip mit Spaß - und über die Grenzen

Grundschüler aus Godshorn sind unter die Filmemacher gegangen: Sie haben bei einem Besuch in der Partnerschule, der Boutcher School in Southwark, ein Video mit ihren neuen Freunden und dem Künstler Reza Ben Gajra aufgenommen. Dafür finden die Akteure und ihre Eltern nur zwei Worte: Voll cool!

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"Friendship" - so lautet der Titel eines Videoclips, den Kinder aus Godshorn und Southwark aufgenommen haben.

Quelle: privat

Godshorn. Das Motto des Schüleraustauschs im Juni lautete „Olympia“ – schließlich stehen die Spiele in Rio in diesem Sommer an. „Und weil die Schule schon einmal einen solchen Clip aufgenommen hatte, wollten wir das mit unseren Kindern auch ausprobieren“, sagt Birgit Naeschke, die mit Lehrerin Franziska Felke den Austausch begleitet hatte. Eine Vorstellung, wie der Dreh laufen würde, hatten aber weder die Erwachsenen noch die Kinder – nur die Idee, dass der olympische Gedanke sich wiederfinden sollte.

„Das klappte dann aber nicht, weil die Umsetzung sehr schwer war“, sagt Naeschke. Vielmehr entwickelten die Kinder aus London und Godshorn ein gemeinsames Drehbuch: Sie sitzen gemeinsam an einem Tisch, reichen sich die Hände, versinken in einen Traum, wachen auf – und erinnern mit einem Fackelläufer eben doch an Olympia. „Der Künstler war von der Kreativität der Kinder total begeistert“, sagt die Godshornerin. Auch den Titel wählten die Jungen und Mädchen selbst: „Friendship“.

Für die Aufnahme hängte Reza Ben Gajra eine Fotokamera unter die Decke, verband sie mit einem Laptop, mit dem ein Kind jeweils den Auslöser drückte und die Mitschüler fotografierte, die sich auf einem grünen Teppich bewegten. Sie rollten, rutschten, schoben sich über den Boden, schauten nach oben in die Kamera und ergänzten den Clip mit Geräuschen. So entstand ein unterhaltsamer, knapp drei Minuten langer Film, über den Mutter Wiebke Schulze nur staunend und begeistert zugleich sagt: „Voll cool.“ Sie habe vorher schon von dem Dreh gehört, sich aber nichts vorstellen können. Das Ergebnis aber habe sie mehr als überrascht.

Diesen Eindruck teilt sie mit ihrem zehnjährigen Sohn Bennet, dem das Filmen richtig Spaß gemacht hat. „Erst haben wir ja geguckt, wie die anderen Videos aussehen, dann haben wir gesagt, was wir machen wollen.“ Am besten habe ihm gefallen, dass er eine Rolle, nämlich die des Polizisten, übernehmen durfte. Auch das Aufnehmen, die kurze Pause, das Verschieben der Akteure, wieder Aufnehmen sei spannend gewesen. „So hatte ich mir das gar nicht vorgestellt“, sagt Bennet, aber: „Es war toll.“ Seine liebste Szene sei jene, in der sein neunjähriger Freund Pius eine Decke isst, am Ende aber Scheren aus ihm herauskommen. Bislang hat Bennet den Film mit seinen Eltern und seinem Bruder Cedric gesehen, aber sicherlich zeigt er ihn nach der Sommerpause in der IGS: Dorthin wechselt er als Fünftklässler mit seinem Decken essenden Freund Pius.

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