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Gymnasiallehrer protestieren vor und im Landtag

Langenhagen Gymnasiallehrer protestieren vor und im Landtag

Mit Unterschriften und einem Plakat haben Gymnasiallehrer aus den vier Nordkommunen der Region gestern Morgen beim SPD-Landtagsabgeordneten Marco Brunotte protestiert.

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Der SPD-Landtagsabgeordnete Marco Brunotte (von links) erhält die Unterschriften überreicht von Silke Bilet, Ute Neuhaus, Anne Kilian, Jochen Görlinger, Hilko Hinrichs und Peter Lilje.

Quelle: Stephan Hartung

Langenhagen. Sie und ihre Kollegen wehren sich gegen die geplante Aufstockung ihres Arbeitszeitkontos um 45 Minuten - also eine Unterrichtsstunde. „Es wird nicht gesehen, dass 45 Minuten mehr in Wirklichkeit drei Stunden zusätzlich bedeuten“, sagte Anne Kilian vom Gymnasium Mellendorf. Sie müsse für 30 weitere Schüler den Unterricht vor- und nachbereiten sowie am Abend noch telefonisch Fragen von Schülern oder Eltern beantworten, sagte sie beim Protest vor dem Landtag. Außer ihr vertrat noch Jochen Görlinger das Gymnasium Mellendorf. Für das Gymnasium Langenhagen waren Ute Neuhaus und Peter Lilje anwesend, Silke Bilet für das Gymnasium Isernhagen. Das Gymnasium Großburgwedel, für das Hilko Hinrichs mit am Tisch bei Brunotte saß, übergab seine Unterschriften am Nachmittag. Zwar nahm sich der SPD-Landtagsabgeordnete Marco Brunotte Zeit für die Gymnasiallehrer und zeigte für ihren Ärger Verständnis – die Hoffnung auf eine Lösung in ihrem Sinne aber musste er ihnen nehmen. „Die 45-Minuten-Mehrarbeit werden wir nicht zurücknehmen können“, sagte Brunotte. „Wut und Enttäuschung sind bei uns groß. Wir arbeiten an der Grenze – es ist kein Wunder, dass nur wenige Lehrer bis zum Eintritt in den Ruhestand arbeiten“, sagt Peter Lilje, Lehrer am Gymnasium Langenhagen. In den vergangenen Jahren sei die von der Stundenzeit her dokumentierte Arbeitszeit immer mehr gestiegen. „Und als Belohnung dafür bekommen wir eine Unterrichtsstunde oben drauf, dabei wurde uns oft genug eine Entlastung in Aussicht gestellt.“ Wie ihnen mit Entlastungen in der Praxis geholfen wäre, machten die Pädagogen deutlich. Dazu zählen kleinere Klassengrößen: Bei weniger Schülern fällt weniger Zeit für die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts sowie das Korrigieren von Klausuren an. Im speziellen Fall Langenhagen schlägt Ute Neuhaus, Lehrerin am Gymnasium, eine zusätzliche Form der Entlastung vor. „Uns würde es sehr helfen, wenn unsere Außenstelle an der Hindenburgstraße zu uns ins Haus kommt.“ Brunotte betonte, er sei kein Kultus-Politiker – versprach aber, bei den entsprechenden Kollegen nachzufragen „was sich alles bei der Mehrarbeit verschärft und welche Entlastungen möglich sind“

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