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Handwerkskunst ist Familiensache

Langenhagen Handwerkskunst ist Familiensache

Vor fünf Jahrzehnten hat Karl Heinz Spiekermann seinen eigenen Steinmetzbetrieb gegründet. Nach seinem frühen Tod hat Sohn Uwe 1984 zusammen mit Schwester Heike die Werkstatt übernommen: Sie führen das Unternehmen seitdem in künstlerischer Tradition der Steinbildhauer.

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Drei Generationen: Uwe Spiekermann (von links), Mutter Ingrid, Ehefrau Ehrengarde von Hohenthal, Robin, Schwester Heike und Nichte Paula.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Langenhagen. Jetzt feiert die Firma am Sonnabend, 30. August, auf dem Gelände an der Hanseatenstraße das 50-jährige Bestehen. „Steine verbinden, wirken unterschiedlich und bleiben lange erhalten“ - unter diesem Motto hat Uwe Spiekermann mit seinen Arbeiten bislang Zeichen in der Stadt gesetzt. Dazu zählt etwa das 20 Tonnen schwere Denkmal auf dem Friedhof Grenzheide am anonymen Gräberfeld. Dort steht auch die von ihm entworfene Stele im Gedenken an die Langenhagener Ehrenbürger. Auch das Walross „Antje“ vor der Brinker Schule, der Gedenkstein auf dem Wietze­blick sowie das Denkmal in Godshorn in Erinnerung an das Wöchnerinnenheim stammt aus Spiekermanns Werkstatt.

Natursteine sind der Grundstoff aus denen der Steinbildhauer und Gestalter Uwe Spiekermann Unikate schafft. Nach eigenen Entwürfen oder in gemeinschaftlicher Arbeit mit den Hinterbliebenen entstehen individuelle Grabmale. Der 51-Jährige ist der Ideengeber und seine drei Jahre ältere Schwester Heike setzt die Ideen in der Werkstatt nach seinen Vorstellungen um.

Gegründet wurde der Betrieb 1964 von Karl Heinz Spiekermann auf dem Grundstück seiner Eltern in Misburg. Drei Jahre später folgte der Umzug nach Langenhagen. Am damaligen Mühlenweg, der heutigen Hanseatenstraße, wurden Werkstatt und Wohnhaus gebaut. „Wir Kinder sind praktisch spielend in der Werkstatt groß geworden“, erzählt Spiekermann. Deshalb lag es nahe, dass seine Schwester Heike als Erste ihre Steinbildhauer-Ausbildung von 1977 bis 1980 beim Vater absolvierte. Ihr folgte von 1980 bis 1983 der Bruder, der damals als Bundessieger seine Lehre abschloss. Ein Jahr später starb der Vater unerwartet. Als reiner Steinbildhauermeister konnte er das Handwerk jedoch an seine Kinder weitergeben. „Als einer der wenigen Betriebe führen wir die künstlerische Tradition der Steinbildhauer weiter“, sagt Uwe Spiekermann.

Die Werkstatt ist bundesweit erfolgreich tätig: Für künstlerisch gestaltete Grabmale erhielt sie viele Auszeichnungen. Auch Bronzeskulpturen und andere Kunstobjekte fertigt die Werkstatt an.

Bislang haben 24 Menschen erfolgreich eine Ausbildung im Familienbetrieb abgeschlossen. Derzeit beginnt Paula (22) - Tochter von Schwester Kerstin - in dritter Generation ihre Ausbildung.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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