Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Kein Geld für Neubau des Jugendzentrums

Langenhagen Kein Geld für Neubau des Jugendzentrums

Am Haus der Jugend bleibt der Nordtrakt nun doch bestehen: Der erhoffte Zuschuss vom Bund für einen Neubau kommt nicht. Derweil gibt es erstmals neue Termine für die Sanierung des Mitteltraktes. Dort waren die Arbeiten nach einer Kostenexplosion über Monate auf Eis gelegt worden.

Voriger Artikel
Alles Lüge? Ein Gottesdienst der anderen Art
Nächster Artikel
SPD wählt Parteivorstand neu

Ein Haus mit Geschichte: Das Haus der Jugend am Langenforther Platz war einst das Rathaus der Stadt. Während die Sanierung des Süd- und Mitteltraktes fertig beziehungsweise beschlossen sind, fällt der Neubau des türkisfarbenen Nordtraktes bis auf weiteres aus.

Quelle: Archiv

Langenhagen. Ein Versuch war es wert, doch Langenhagen findet sich nicht unter denen 56 vom Bundesumweltministerium geförderten Jugendzentren. Für das Haus der Jugend bedeutet dies: Der Nordtrakt, in dem derzeit vor allem der Verein für Sozialarbeit untergebracht ist, kann auch bis auf weiteres nicht saniert werden. Denn das von der Stadt veranschlagte Geld fließt nach einem Eilbeschluss des Rates aus dem November gänzlich die Sanierung des Mitteltraktes sowie einen neuen Treppentrakt, der künftig den Mittel- und Nordtrakt miteinander verbindet. Sowohl Bürgermeister Mirko Heuer als auch Stadtbaurat Carsten Hettwer äußerten dazu ihr Bedauern.

Die Sanierung des Mitteltraktes war im vergangenen Jahr nach einer Explosion der Kosten gestoppt worden und liegt seither auf Eis. Vor allem für das Café Monopol ist dies brisant: Das Team um den Vereinsvorsitzenden Sven Seidel musste das Café in Erwartung der startenden Sanierung bereits im Dezember 2014 verlassen und kann seine Jugendarbeit derzeit nur vermindert als Gast des Vereins für Sozialarbeit im Nordtrakt anbieten.

Der Rat hatte sich im November darauf verständigt, die Sanierung des Nordtraktes bei einem Ausbleiben des Bundeszuschusses bis auf weiteres verschieben zu müssen. In jedem Falle sollte zeitnah der Mitteltrakt wiederhergestellt werden. Der neue Treppentrakt erschließt das Gebäude künftig bis ins Dachgeschoss barrierefrei.

Seidel hatte in den vergangenen Monaten vor allem beklagt, mangels jeglicher zeitlicher Perspektive nur erschwert das Vereinsprogramm planen zu können. "Ich hätte mir ähnlich feste Zusagen gewünscht, wie sie den Kulturschaffenden beim Theatersaal gemacht worden sind", sagte er auf Nachfrage. Zudem werde es immer schwieriger, das ehrenamtliche Helferteam bei der Stange zu halten. Dies könnte sich nun ändern: Bei einer Baubesprechung in der vergangenen Woche sei Seidel Juli als Baustart genannt worden. In einer Pressemitteilung der Stadt zum Ausbleiben der Bundeszuschüsse wird Ende 2016 als Ende der Bauarbeiten genannt.

doc6onaqbpgdsk1mg9c3av2

Der neue Treppentrakt ermöglicht künftig eine barrierefreie Erschließung auch der Dachgeschoss-Räume im Mitteltrakt (links im Bild).

Quelle: Stadt Langenhagen

Von Rebekka Neander

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Schulzentrum Langenhagen

Nahezu vollständig müssen das Gymnasium und ein Teil der IGS abgerissen und neu gebaut werden, weil der Brandschutz nicht gewährleistet ist. Mehr zum Schulzentrum Langenhagen lesen Sie hier. mehr