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Haus der Jugend: Mitteltrakt fast fertig

Langenhagen Haus der Jugend: Mitteltrakt fast fertig

Das Haus der Jugend feiert die nächste überwundene Hürde. Der sanierte Mitteltrakt, so heißt es im Rathaus, soll im März bezugsfertig sein. Und noch in diesem Jahr soll es mit dem Abriss und Neubau des Nordtraktes losgehen.

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Antonia Muthig streicht im neuen Café Monopol im Obergeschoss die Heizungsrohre. Im Hintergrund ist die neue Bühne zu erkennen.

Quelle: Neander

Langenhagen. Es wirkte wie eine unendliche Geschichte. Und umso fröhlicher wirkt Carsten Busch an diesem Morgen. "Der Mitteltrakt im Haus der Jugend ist fast fertig. Bis Mitte März werden wohl alle Restarbeiten fertig sein, einige Nutzer können sogar schon früher anfangen, sich wieder einzurichten."

Der Leiter der Hochbauabteilung ist sich der Bedeutung seiner Worte bewusst. Im März liegt der Start der Sanierung im Haus der Jugend ganze vier Jahre zurück. Und schon damals war das auf mehrere Bauabschnitte aufgeteilte Projekt politisch hoch umstritten: Im Bestand sanieren oder abreißen und neu bauen waren die beiden Pole, um die der Rat lange und emotional stritt. Schließlich handelt es sich bei dem heutigen Jugendzentrum doch um Langenhagens ehemaliges Rathaus.

Die damalige rotgrüne Ratsmehrheit entschied sich für die Sanierung. Begonnen wurde mit dem Südtrakt, der auch schon länger fertig ist. Doch mit dem Mitteltrakt, darin erst spät entdeckter schwerer Schäden im Gebäude, Streit mit dem Architekten und dessen Wechsel, veränderten Bauvorschriften und gestiegenen -preisen geriet der gesamte Zeit-, vor allem aber der Kostenplan ins Wanken. Aus einem Jahr Baustelle wurden nun mehr als zwei. Doch das, so Busch hörbar erleichtert, sei nun vorbei. "Es fehlen nur noch Restarbeiten." Elektriker und Trockenbauer müssen noch abschließend Hand anlegen, im Sanitärbereich fehlten letzte Installationen. "Und danach muss der Maler noch mal zum Finish durch." Wenn das erledigt ist, können die ersten Nutzer bereits mit dem Einrichten anfangen.

Dazu gehört vor allem das Team des Café Monopol, das seit Dezember 2014 auf seine Räume verzichten musste und solange beim Verein für Sozialarbeit im Nordtrakt Unterschlupf fand. Zudem wurden diverse Konzerte an Ausweichplätzen in der Stadt organisiert. Ebenso wieder einziehen kann die Soziale Jugendgruppe, die unter dem Dach ihr Domizil hat. Das städtische Team der Jugendarbeit wird im Erdgeschoss wieder auf Räume für die Kreativarbeit zurückgreifen können. "Währenddessen wird im Außenbereich noch die Wärmedämmung aufgebracht", erläutert Busch. Zudem muss der Übergang der Dachgaube an das Dach verzinkt werden. "Für diese Arbeiten aber muss es mittelfristig draußen wärmer als fünf Grad sein." Deshalb sei der exakte Termin der tatsächlichen Fertigstellung noch nicht vorhersehbar, zu dem die Verwaltung aber feierlich auch die Ratspolitiker einladen will. "Damit sie sehen, wie toll es geworden ist", betont Stadtbaurat Carsten Hettwer.

In diesen Tagen erneuern Arbeiter noch einen kleineren Teil der Bodenfliesen, unter denen alter, schadstoffbelasteter Fliesenkleber entdeckt worden war. "Das ist für Bauten dieses Alters allerdings keine Überraschung", erläutert Hettwer.

Parallel arbeitet die Stadt am Bauantrag für den Neubau des Nordtraktes und den neuen Verbindungstrakt, dessen Treppenhaus am Ende alle Bereiche barrierefrei erschließen wird. "Wir sind derzeit in den Abstimmungen mit den Nutzern des Nordtraktes und erarbeiten daraus einen Entwurf für den Neubau." Busch rechnet damit, dass dieser noch im ersten Halbjahr 2017 der Politik vorgestellt werden kann. Wo die derzeitigen Nutzer des Nordtraktes, allen voran der Verein für Sozialarbeit, während der Bauphase unterkommen können, ist noch offen. Hettwer hofft darauf, in der zweiten Jahreshälfte 2018 dann endgültig einen Schlussstrich unter das Haus der Jugend ziehen zu können. "Dann müsste es wirklich fertig sein."

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Fotostrecke Langenhagen: Haus der Jugend: Mitteltrakt fast fertig

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