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Jäger wollen ihr Image aufpolieren

Langenhagen Jäger wollen ihr Image aufpolieren

Der Hegering Langenhagen will sich stärker in der Öffentlichkeit präsentieren. Nur so könnten die Jäger ihr gemeinhin falsches Bild in der Bevölkerung geraderücken, betonte Langenhagens Hegeringleiter Mike Scheer in der Jahresversammlung, bei der auch ein Vorstandswechsel erfolgte.

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Der Posten des stellvertretenden Hegeringleiters bleibt in der Familie: Nach 12 Jahren tritt Martin Seeßelberg (links) zurück. Nachfolger wird sein Bruder Ralf

Quelle: Lisa Malecha

Engelbostel. Der breiten Masse müsse klar gemacht werden, dass die Jäger sich dem Natur- und Tierschutz und der Artenvielfalt genauso verpflichtet fühlen wie der Pflege ihres Brauchtums, betonte Hegeringleiter Mike Scheer gleich zu Anfang der Jahresversammlung im Gasthof Zum Alten Krug in Engelbostel. "Wir brauchen uns vor keinem Naturschützer zu verteidigen - wir sind denen mit unserer Arbeit um Nasenlängen voraus", sagte er. Immerhin seien die Mitglieder des Hegerings - dem Zusammenschluss der Jäger in der Stadt - täglich im Tier- und Naturschutz aktiv und sorgen für Nachhaltigkeit und Gleichgewicht. "Wir haben das gesamte Spektrum vor Augen und nicht nur eine Art."

Aus diesem Grund sei das Bejagen von Räubern - wie Marder, Fuchs oder Waschbär - unumgänglich. "Und zwar so, als würden wir sie ausrotten wollen", verdeutlichte der Hegeringleiter. "Denn ausrotten könnten wir den Fuchs niemals." Doch nur durch konsequente Bejagung könne die Vielfalt des Niederwildes - wie Huhn, Fasan und Hase - gesichert werden. Erste Erfolge konnte der Hegering in diesem Bereich schon verzeichnen: "Dank der Bejagung und dem Anlegen von Blühstreifen konnten wir in Kaltenweide so viel Niederwild wie lange nicht mehr verzeichnen."

Doch nicht nur Marder und Fuchs werden von den Jägern beobachtet - auch nach Wölfen würden sie in ihren Revieren Ausschau halten - vor allem, seit immer wieder von Sichtungen eines "herrenlosen großen grauen Schäferhunds" im Bereich der Kananoher Straße berichtet wurde. Die Landesjägerschaft sei informiert, habe allerdings keinerlei Beweise dafür gefunden, dass es sich bei dem Tier um einen Wolf handelt, sagt er.

Der Hegering hat auf seiner Versammlung auch einen Wechsel in der Führung vorgenommen. Nach 16 Jahren hat sich der stellvertretende Hegeringleiter Martin Seeßelberg nicht zur Wiederwahl aufstellen lassen - um mehr Zeit mit seiner Familie verbringen zu können. Doch das Amt bleibt in der Familie: Sein Bruder Ralf Seeßelberg tritt die Nachfolge an.

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Von Lisa Malecha

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