Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Heuer bedauert Wegfall von Arbeitsplätzen

Langenhagen Heuer bedauert Wegfall von Arbeitsplätzen

Die nächste gewerbesteuerstarke Firma verlässt in absehbarer Zukunft Langenhagen. Das Kommunikationsunternehmen Vodafone wird in gut zwei Jahren in einen Neubau an der Vahrenwalder Straße ziehen. Damit wechseln aus der Niederlassung am Godshorner Frankenring auch 450 Mitarbeiter nach Hannover.

Voriger Artikel
Kleiderkammer der Johanniter zieht bald um
Nächster Artikel
Ehrenamtliche Arbeit von Anneli Boy belohnt

Die Zeichen stehen auf Umzug bei der Firma Vodafone.

Quelle: Sven Warnecke

Godshorn. „Vodafone vor Ort hatte keinen Einfluss auf die Standortwahl“, teilte Bürgermeister Mirko Heuer auf Anfrage mit. Seinen Angaben zufolge lägen die Gründe vielmehr im Zusammenschluss des Unternehmens mit Kabel Deutschland, die bereits an der Hans-Böckler-Straße in Hannover ansässig ist. Deren 200 Mitarbeiter sollen künftig ebenfalls ab Mitte 2018 an die Vahrenwalder Straße wechseln.

„Der Wegfall der Arbeitsplätze ist sehr bedauerlich“, sagt Heuer. Gleichwohl betont der Verwaltungschef auch, dass Unternehmen kommen und gehen würden. Für ihn wie für die Wirtschaftsförderung sei die Kommunikation mit den Unternehmen besonders wichtig. „Daher ruhen wir uns als Stadt auch nicht auf dem Erreichten aus, sondern betreiben eine aktive Bestandspflege. Für die Bewerbung von Neuansiedlungen fehlen uns aber schlicht die Flächen“, sagt der Bürgermeister.

Daher unterstütze die Verwaltung „grundsätzlich die Pläne des Flughafens, die vor Jahren – nicht zuletzt durch den Trog – vorbereitete Gewerbeflächenentwicklung im Westbereich endlich auf den Weg zu bringen“, hebt Heuer hervor. Dabei müsse sich aber intensiv um die verkehrliche Situation gekümmert werden. „Aber dazu muss erst mal klar sein, dass das Vorhaben grundsätzlich politisch unterstützt wird.“

„Wir können uns drehen und wenden, wie wir wollen, letztlich sind die Flächen des Bereichs Schulenburg-Nord tatsächlich Flächen für logistikaffines Gewerbe“, meint der Bürgermeister. Gleichwohl sagt er, dass Langenhagen nicht unbedingt eine weitere Hauptumschlagbasis benötige, aber Unternehmen wie etwa Expert oder Hempelmann auch jede Menge Logistik „im Schlepp“ hätten und produzierendes Gewerbe wie Reemtsma nicht ohne einen erheblichen Logistikanteil auskomme. Diese Unternehmen würden aber bei den aktuellen Vorbehalten gegenüber Logistik im Allgemeinen „automatisch ausgeschlossen, und das ist grundfalsch“, mahnt Heuer. Eine Ansiedlung von weiteren reinen Umschlagbasen, die nur von großen Lastwagen auf kleine verteilten, sieht er ebenfalls kritisch.

Von Sven Warnecke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Schulzentrum Langenhagen

Nahezu vollständig müssen das Gymnasium und ein Teil der IGS abgerissen und neu gebaut werden, weil der Brandschutz nicht gewährleistet ist. Mehr zum Schulzentrum Langenhagen lesen Sie hier. mehr