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Hilfe für Flüchtlinge kommt an

Langenhagen Hilfe für Flüchtlinge kommt an

In Langenhagen wird den Flüchtlingen vielfach Hilfe zuteil. Ehrenamtliche wie Hauptamtliche haben schwer zu tun - etwa bei der Annahme von Sachspenden im Sozialkaufhaus Fairkauf im CCL.

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Für die rund 50 Kinder in der Notunterkunft des Landes haben Spender bunte Tüten gepackt und sie in Absprache mit den Johannitern am Donnerstag verteilt.

Quelle: Neander

Langenhagen. Die Stadt appelliert eindringlich an die Langenhagener, Spenden nicht direkt zu den Flüchtlingsunterkünften zu bringen. Seit Montag nimmt das Sozialkaufhaus Fairkauf im City-Center im Rahmen der lokalen Flüchtlingshilfe etwa gut erhaltene Kleidung an. Diese soll mit Blick auf die kalte Jahreszeit den nach Langenhagen kommenden Menschen helfen. Doch dabei richten sich die Fairkauf-Verkäufer nach dem zuvor von den Johannitern und den städtischen Mitarbeitern ermittelten aktuellen Bedarf, erläutert Stadtsprecherin Sabine Mossig das Procedere. Andere zurzeit nicht benötigte Spenden landeten dann im Verkauf.

Genau das ist beinahe Edith Seegers passiert. Die Langenhagenerin wollte ihren eigens dafür zuvor noch gereinigten Wintermantel für die Flüchtlingshilfe spenden. Doch bei Fairkauf traf sie auf Ablehnung und erhielt lediglich den Hinweis, dass der Mantel in den Verkauf ginge. Doch das wollte Seegers nicht - sie wollte helfen.

Mossig betont, dass die von Fairkauf erzielten Erlöse aus den nicht benötigten Spenden für die Bezahlung der eigens für die Sortierung der Kleider abgestellten Mitarbeiter verwendet würde. „Alle Sachen, die ankommen, helfen den Bedürftigen“, betont sie. „Langenhagener sollten keine Angst haben, dass gespendete Sachen nicht für einen guten Zweck benutzt werden.“

Unbedingt beachten sollten Spendenwillige jedoch die Bitte der Hilfsorganisationen, Spenden jeglicher Art keinesfalls direkt zu den Unterkünften zu bringen. So war es an der Hans-Böckler-Straße in diesen Tagen bereits zu emotional aufgeladenen Debatten gekommen, nachdem einige Pakete ohne Absprache an der Unterkunft des Landes abgestellt worden waren. „Die Sachen reichen aber lange nicht für jeden der knapp 300 Flüchtlinge, deshalb gab es schnell Streit darum“, berichtet eine Helferin und bittet gleichzeitig um Verständnis: „Man muss sie verstehen. Die Menschen haben gehungert in den letzten Wochen.“

Einen kleinen Lichtblick in diesen Tagen bot dagegen eine Aktion von Rabea Lachkham aus Kaltenweide. Die Mutter, die zum Arbeitskreis Flüchtlinge im Verein Bürger für Kaltenweide gehört, hatte die Idee, anlässlich des gestern begonnenen, viertägigen Opferfestes der Muslime kleine Tüten mit Süßigkeiten an die rund 50 Kinder in der Einrichtung zu verteilen. Sie wandte sich mit dieser Idee an die Johanniter sowie an Doris Lange von der Stadt und stimmte mit ihnen die Aktion ab. Nach Angaben der Johanniter wird es mit einer Einsatz-Nachricht an die bereits angemeldeten Helfer noch bis zur kommenden Woche dauern.

von Sven Warnecke und Rebekka Neander

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