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Das Ehrenamt macht Eindruck

Langenhagen Das Ehrenamt macht Eindruck

Bei einem Besuch in Langenhagen hat der Bundestagsabgeordnete Hendrik Hoppenstedt unter anderem zwei soziale Einrichtungen besucht.

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Langenhagen. Er hat sozusagen seinen Weihnachtsgutschein eingelöst. „Ich verschicke zum Fest immer Grußkarten, eine ging auch an Herrn Hoppenstedt – mit der Einladung, sich unsere Einrichtung anzuschauen“, berichtet Jutta Holtmann. Die Leiterin der Langenhagener Tafel zeigte ihrem Besuch, dem Bundestagsabgeordneten Hendrik Hoppenstedt, die Ausgabestelle am Wiesenauer Sonnenweg und berichtete allgemein über die Arbeit ihres Teams.

„Es war höchste Zeit, dass ich die Langenhagener Tafel kennengelernt habe. Das Engagement ehrenamtlicher Helfer hier ist enorm“, zeigte sich Hoppenstedt beeindruckt. Interessiert verfolgte der Burgwedeler auch die Ausführungen Holtmanns zum Tagesgeschäft und zu den Standorten der Tafel: Die Helfer packen pro Tag 120 Tüten – mit oder ohne Fleisch –, in der Kernstadt gibt es acht Ausgabestellen plus drei in Engelbostel, Godshorn und Kaltenweide. Allein die Ausgabestelle am Sonnenweg hat 85 Kunden, wie die Bedürftigen genannt werden. Anschließend besuchte Hoppenstedt den Repair-Treff Langenhagen. Den Verein gibt es seit einem Jahr. „Wir reparieren gebrauchte Dinge und geben ihnen ein zweites Leben“, umschreibt Torsten Binde, zweiter Vorsitzender, die Arbeit des 40 Mitglieder starken Vereins. Zum Kernteam gehörten zehn bis zwölf Personen, berichtet Binde, die dann vorwiegend gespendete Fahrräder wieder in Schuss bringen (in einem Jahr 400, davon 280 für Flüchtlinge) oder bei der Installation von Computern behilflich sind. Für die Zukunft plant der Verein ein Nähangebot, unter der Adresse repair-treff.de gibt es weitere Informationen im Internet.

Auch bei seiner zweiten Station zeigte sich Hoppenstedt vom Ehrenamt beeindruckt – aber auch verärgert. Vereinsvorsitzender Uwe Gülcke berichtete von den bürokratischen Hürden, die der Repair-Treff umschiffen musste. „Bis wir die Gemeinnützigkeit hatten, waren wir zwölfmal beim Finanzamt und mussten 15-mal unsere Satzung ändern.“ Hoppenstedt schüttelte ob der Bürokratie mit dem Kopf. „So wird das Ehrenamt mit Füßen getreten. Wenn Sie mit so etwas Schwierigkeiten haben, dann melden Sie sich. Auch dafür bin ich da“, sagte Hoppenstedt.

Von Stephan Hartung

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