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Hortplätze bleiben erhalten

Langenhagen Hortplätze bleiben erhalten

Die derzeit 60 Hortplätze an der Grundschule Krähenwinkel bleiben erhalten, solange die Eltern diese brauchen. Ob die Politik über diesen Vorschlag der Verwaltung noch vor der Kommunalwahl diskutieren wird, ist zwar offen. Es zeigt sich aber: Eine Eskalation wie in Kaltenweide will niemand.

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So wie die Kobolde derzeit auf dem Sportplatz an der Grundschule könnten auch die Hortgruppen, die derzeit in der Schule untergebracht sind, künftig residieren.

Quelle: Neander

Krähenwinkel. 40 Hortplätze im Schulgebäude sowie 20 in einem Container auf dem Sportplatz vor der Grundschule: So sieht die Nachmittagsbetreuung derzeit an der Grundschule Krähenwinkel aus. Und so soll sie grundsätzlich auch bleiben, selbst wenn voraussichtlich 2018 dort eine Ganztagsschule startet. Diesen Vorschlag hat Jugendamtsleiterin Heidi von der Ah jetzt dem Jugendhilfeausschuss präsentiert und gleich um zwei Umsetzungsvarianten ergänzt.

Möglich ist zum einen, dass alle derzeit bestehenden 60 Hortplätze in Containern auf dem Sportplatz untergebracht werden. Dies ist - im Gegensatz zur Diskussion in Kaltenweide - in Krähenwinkel durchaus im Konsens mit Mitarbeitern und Eltern erörtert worden, wie von der Ah betonte. "Sowohl die Mitarbeiter als auch die Kinder, die derzeit im Container untergebracht sind, zeigen sich durchaus zufrieden mit der Lösung." 

Alternativ werde geprüft, ob die durch den Auszug des Kindergartens im Sommer 2017 frei werdenden Räume an der Schule auch durch den Hort genutzt werden können. "Das wird sich aber erst herausstellen, wenn wir zum einen das Ganztagskonzept der Grundschule haben und zum anderen wissen, wie hoch der Sanierungsbedarf in den Räumen ist." Nach derzeitiger Planung steht ein Start einer Ganztagsschule erst für den Sommer 2018 an. Ein Konzept dafür wolle die Schulleitung im Sommer 2017 vorlegen.

Von der Ah wird zur Zukunft des Hortes eine Beschluss-Drucksache vorbereiten, über die mittelfristig und offenbar nicht zwingend vor der Kommunalwahl entschieden werden soll. Anlass für den Bericht der Jugendamtsleiterin war eine Anfrage der CDU-Fraktion, initiiert im Ortsrat Krähenwinkel. Sie war darüber gestolpert, dass in den Ratsunterlagen zum jetzt beginnenden Neubau der neuen Kindertagesstätte der existierende Hort und dessen Zukunft mit keinem Wort erwähnt worden war. Nach dem Eklat um den Schulstandort Kaltenweide und den heftigen Elternprotesten gegen die Einrichtung einer Ganztagsschule, betonte CDU-Rats- und Ortsratsfrau Gabi Spier im Ausschuss, suche man ganz bewusst eine "friedliche Lösung". Spier zeigte sich angesichts des Berichtes "sehr beruhigt". 

Wendehammer wird verlegt

Die Bedenken des Ortsrates Krähenwinkel zum Bau der neuen Kindertagesstätte sind in der Bauverwaltung des Rathauses erhört worden. So wird der ursprünglich direkt vor dem Eingang im Ernst-Hugo-Weg geplante Wendehammer verlegt. Wie dem Ortsrat in jüngster Sitzung mitgeteilt wurde, soll die Wendemöglichkeit für Eltern am Ende der Wiesenstraße mit auf das Grundstück der Kita rücken.

Kommentar

Weg mit den Zahlen

Es hilft nichts: Der 2012 einstimmig gefällte Ratsbeschluss stiftet unter den Eltern nichts als Verwirrung und Verunsicherung. Dabei war die Intention eigentlich eine Gute: Wer einen Hort braucht, soll diesen wählen können. Und wer sich diesen nicht leisten kann, dem stehe künftig die Ganztagsschule zur Seite. Dass sich darauf niemand mehr verlassen mag, nicht zuletzt seit dem hysterischen Streit in Kaltenweide, liegt vor allem an einer Zahl. 15 Prozent aller stadtweiten Betreuungsplätze sollen durch den Hort gedeckt werden, heißt es in dem Beschluss. Nicht mehr, nicht weniger.

Doch wo immer jetzt Eltern daraus die Schlussfolgerung ziehen, dass da, wo derzeit 100 Prozent des Bedarfs über den Hort aufgefangen werden, künftig der Rotstift angesetzt wird, widerspricht Rot-Grün dieser Interpretation. Wer soll da noch wem etwas glauben? Die Lösung kann nur sein: Weg mit dieser Zahl. Jetzt müssen Konzepte der geplanten Ganztagsschulen überzeugen. Nur wenn diese attraktiv arbeiten und damit der Bedarf an Hortplätzen schmilzt, wird gegen einen Abbau niemand mehr etwas haben.

Von Rebekka Neander

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