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Ein letzter Wunsch im Hospizverein

Langenhagen Ein letzter Wunsch im Hospizverein

Seit Jahren engagiert sich der Hospizverein Langenhagen in der Sterbebegleitung kranker Menschen. Nun gibt es eine weitere Möglichkeit, diesen Personen in der schweren Zeit eine Freude zu machen: Die Infinitas-Kay-Stiftung versucht, Sterbenden einen besonderen letzten Wunsch zu erfüllen.

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Anna-Lena Elbracht-Hülseweh (Mitte) zeigt Frank Sporleder und Johanna Holze die Wunschliste.

Quelle: Stephan Hartung

Langenhagen. Anna-Lena Elbracht-Hülseweh stellte im Vereinsgebäude an der Walsroder Straße ihr Projekt „Ein letzter Wunsch“ vor, eine Initiative der 2009 gegründeten Infinitas-Kay-Stiftung aus Hamburg. Personen, deren verbliebene Lebenserwartung bei unter einem Jahr liegt, können einen Wunsch äußern, den die Stiftung umzusetzen versucht. „Das kann alles sein – vom Theaterbesuch über Schuhekauf bis hin zu einem Tag am Meer“, berichtet Elbracht-Hülseweh.

Im norddeutschen Raum sei die sich aus Spenden finanzierende Stiftung, die die Aktion „Ein letzter Wunsch“ seit 2012 anbietet, schon sehr bekannt. „Aber in Hannover läuft es noch etwas schleppend“, sagt die gelernte Fotografin, die die Stiftung in Hannover ehrenamtlich als Einzelkämpferin führt.

Ihr Besuch in Langenhagen diente damit auch dazu, das Projekt bekannter zu machen: Angesprochen sind alle Hospizdienste in der Region Hannover.

Die rund 20 Mitglieder des Hospizvereins Langenhagen zeigten sich sehr interessiert, stellten zahlreiche Nachfragen und erhielten entsprechend ausführliche Informationen von der Hannoveranerin, die Informationsmaterial zum Projekt inklusive eines Wunschzettels verteilte.

Auf dem Wunschzettel können die Betroffenen dann ihren Wunsch formulieren oder formulieren lassen. „Nach Erhalt des Zettels haben wir den Wunsch in 48 Stunden geprüft und können dann die Umsetzbarkeit mitteilen“, sagt Elbracht-Hülseweh. Die Fotografin engagiert sich auf persönlichen Gründen: Im Jahr 2004 verstarb ihre Mutter. „Ihr letzter Wunsch war damals, dass ich mich um ihre Eltern kümmere“, berichtet Anna-Lena Elbracht-Hülseweh. Und daraus wurde dann ein Leidenschaft.

Von Stephan Hartung

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