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IGS-Leiter wird offiziell begrüßt

Langenhagen IGS-Leiter wird offiziell begrüßt

Die Verhandlungen mit der Stadt für den Neubau laufen, das Schild im Flur hängt, nur mit dem Verlust der Krawatte tut sich Timo Heiken noch schwer.

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Barbara Schikowsk begrüßt als stellvertretende Schulleiterin ihren neuen Chef Timo Heiken stilecht mit Schultüte.

Quelle: Rebekka Neander

Langenhagen. Seinen Schreibtisch hat er schon vor einer Woche bezogen. Doch der Tag der Tage für Timo Heiken an der IGS war dann doch erst am Dienstag: Nicht nur hängt jetzt erst das Hinweisschild auf sein Büro an der Flurdecke. Auch die Dezernentin fand erst am Dienstag Zeit für die offizielle Begrüßung des neuen Schulleiters. Roswitha Strickstrack-Garcia hatte dafür jedoch eine gute Entschuldigung. „Ich bin zum zweiten Mal Großmutter geworden und wollte den neuen Schulleiter aber trotzdem gern selbst begrüßen“, verkündete sie sichtlich gut gelaunt.

Zudem hatte sie für den 42-Jährigen auch die „offizielle Schulleiter-Begrüßungsmappe der Landesschulbehörde“ im Gepäck. Diese enthalte einen Datenstick mit den wichtigsten Dokumenten sowie einen Block Papier zur freien Verfügung und den „offiziellen Schulleiter-Kugelschreiber. Er lässt sich nur schwer nachfüllen, nutzen Sie ihn also mit Bedacht.“

Barbara Schikowski, stellvertretende Schulleiterin, wünschte ihrem neuen Chef „Geduld, einen langen Atem und ein gutes Händchen“. Heiken selbst, der zuvor Gymnasialzweigleiter an der KGS Schwarmstedt war, nahm den launigen Ton seiner Vorredner auf und bat zunächst um ein wenig Geduld. Er werde - wie gewünscht - aufs kollektive Du umsteigen. „Das bedeutet aber, dass ich die doppelte Menge an Namen lernen muss.“

„Als ich vor eineinhalb Jahren angefangen habe, meine Fühler auszustrecken“, berichtete Heiken weiter, „hat mich vor allem mein Inkognitobesuch beim Tag der offenen Tür in der IGS beeindruckt.“ Dass eine Schule, die nicht für sich werben muss, dennoch einen solchen Tag stemme, habe ihm die Entscheidung quasi abgenommen. „Auch wenn man bei einem Wechsel wohl weiß, was man hinter sich lässt, nicht aber, was man dafür erhält.“ Und als ihn sein Vorgänger Wolfgang Kuschel eines Tages anrief, um ihn angesichts des drohenden Abrisses zu fragen, ob Heiken auch Chef einer Container-Burg werden wolle, habe ihn das „nicht geschockt. Wir sind jetzt in den Verhandlungen mit der Stadt, um auszuloten, welche Räume wir brauchen und wie das alles umgesetzt werden kann“, sagte Heiken.

Nur auf einem Feld werde er noch Rückschläge einstecken müssen: „Der kalte Entzug der Krawatte wird mir nicht gleich gelingen.“ An der IGS sind Krawatten verpöhnt.

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