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Im Trauergarten Trost finden

Langenhagen Im Trauergarten Trost finden

Ein neuer Trauergarten auf dem Kirchenfriedhof an der Karl-Kellner-Straße soll das Areal optisch aufwerten. Bennant wurde es nach einem Spender, der der Friedhofsverwaltung sechs historische Grabsteine der Familiengrabstätte vermacht hat. Zwischen diesen können Trauernde künftig Tost finden.

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Neue Wege auf dem Friedhof: Steinmetz Uwe Spiekermann (von links), Pastorin Bettina Praßler-Kröncke, Gärtner Wilhelm Ehlers, Inge Aping von der Friedhofsverwaltung und Gärtner Frank Priegnitz arbeiten am neuen Meineke-Trauergarten, der mit historischen Grabsteinen versehen werden soll.

Quelle: Oehlschläger

Langenhagen. Auf dem Kirchenfriedhof an der Karl-Kellner-Straße werden bald neue Wege beschritten - im übertragenen, wie auch im wörtlichen Sinne. Vier Langenhagener Betriebe richten derzeit im Zentrum des Areals eine Fläche ein, die neue und alte sowie preiswerte und gehobenere Bestattungsformen vereinen soll. Damit soll der Meineke-Trauergarten, wie das Gelände bennant wurde, den Friedhof aufwerten.

Der Name des parkähnlichen Geländes kommt von der Familie Meineke, die bis zum vergangenen Jahr dort beigesetzt war. Ein Angehöriger der Meinekes hatte sich kurz vor Ablauf des Grabnutzungsrechts dazu bereiterklärt, der Friedhofsverwaltung die historischen Grabsteine zu vermachen. "Er fand die Idee, dass die Steine auf dem Friedhof erhalten bleiben, großartig", sagt Inge Aping vom Friedhofsbüro, die den Kontakt hergestellt hatte. Doch noch während die Überlegungen konkreter wurden, sei der großzügige Spender ebenfalls verstorben.

Die insgesamt sechs Grabsteine der Familie Meineke - die erstmals Ende des 19. Jahrhunderts aufgestellen worden waren - bleiben jedoch künftig auf dem Friedhof bestehen und wurden von den Steinmetzbetrieben Peinemann und Spiekermann restauriert. In Zusammenarbeit mit den Gärtnereibetrieben Dirks und Ehlers wird nun das neue Areal mit den alten Grabsteinen gestaltet. Dort sollen bald preiswerte sowie kostspieligere Beisetzungen möglich sein, egal ob als Einzel- oder Doppelgrabstelle, egal ob Urnen- oder Sargbestattung. Die Pflege übernehmen in der Folge die Gärtnereibetriebe, für die eine einmalige Zahlung beim Erwerb einer Grabstelle fällig werde. Damit solle verhindert werden, dass Gräber verwahrlost würden, wie es aktuell der Fall sei, sagt Aping.

Auch die Gestaltung des Meineke-Trauergartens soll den Friedhof optisch aufwerten. "Wir wollen das optisch auch als Hingucker gestalten", sagt Gärtner Wilhelm Ehlers. "Im Endeffekt wie ein kleiner Park, eine kleine Oase", merkt sein Kollege Frank Priegnitz an. Dabei soll versucht werden, die starren rechteckigen Strukturen des Friedhofs aufzubrechen, sagt Pastorin Bettina Praßler-Kröncke. Die Besucher des neuen Geländes sollen auch durch die alten Grabsteine Trost in der Trauer finden. "So kann der Besucher sehen, dass schon früher Menschen gestorben sind", sagt die Pastorin.

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Die alten Grabsteine sind restauriert worden und werden nun im neuen Meineke-Trauergarten aufgestellt.

Quelle: Nils Oehlschläger

Von Nils Oehlschläger

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