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Keine Tonne durch die Hintertür

Langenhagen Keine Tonne durch die Hintertür

Will Aha die Tonnenabfuhr schleichend einführen? Das vermutet zumindestens Manfred Brass, der Post vom Abfallentsorger erhalten hat. Davon könne nicht die Rede sein, sagt das Unternehmen und spricht von einem Serviceschreiben.

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Anfang 2016 sollen in Langenhagen die Tonnen eingeführt werden.

Quelle: Rainer Surrey

Langenhagen. Manfred Brass ist aktuell nicht gut auf das Abfallentsorgungsunternehmen zu sprechen. Mit Blick auf die Anfang 2016 anstehende Einführung der Mülltonnen in Langenhagen hatte er bereits vor zwei Jahren dem Abfallzweckverband den Fragebogen zurückgeschickt - und mitgeteilt, dass er bei der Sackabfuhr für seine drei Immobilien bleiben möchte. Nun hat er aber ein auf den 1. Juli datiertes neues Schreiben in seinem Briefkasten gefunden. Dieses muss bis zum 24. Juli beantwortet sein, sonst geht Aha davon aus, dass der Kunde die Tonnenabfuhr wünscht, heißt es darin.

Mit Blick auf Urlaubszeit und die recht kurze Antwortfrist vermutet Brass daher, „dass die von Aha favorisierte Tonnenabfuhr durch die Hintertür eingeführt werden soll“. Zumal er sich bereits vor zwei Jahren klar für die Müllsäcke ausgesprochen hat. „Eine Klage vor dem Verwaltungsgericht behalte ich mir vor“, sagt Brass. Das hat er Aha auch per Einschreiben mitgeteilt.

„Wir führen nichts Böses im Schilde“, entgegnet auf Anfrage Aha-Sprecherin Anke Voigt. Mit dem Schreiben habe sich ihr Unternehmen vielmehr bemüht, „Kundenwünsche bestmöglich umzusetzen, solange sie mit der Satzung vereinbar sind“. Denn Post hätten nur die erhalten, die bislang den sogenannten Erklärungsbogen nicht zurückgeschickt haben.

Genau das hat Brass aber getan, wie er im Gespräch mit dieser Zeitung betont. Denn anhand der darin von ihm gemachten Angaben orientiere sich ja auch der Gebührenbescheid von Aha, argumentiert der Langenhagener. „Wir haben den Vorgang intern noch einmal intensiv geprüft“, sagt die Aha-Sprecherin. Das Ergebnis: Ein Antwortbogen von Brass liegt nicht vor. „Das kann unterschiedliche Gründe haben, die auch nicht mehr aufgeklärt werden können, ist aber völlig unkritisch“, meint Voigt. Schließlich bestehe ja nun die Möglichkeit zu reagieren und den in dem Schreiben angekündigten Behälter hin zur Sackabfuhr zu korrigieren, erläutert sie das Procedere. Und das ist bei Brass nun erfolgt, berichtet Voigt und nennt noch eine interessante Zahl für die Stadt: Von den 12.769 registrierten Konten für Ein- und Mehrfamilienhäuser sind 6424 für den Sack und 6345 für die Tonne. Und das lässt den Schluss zu, das beide Behälter offenbar gleichermaßen beliebt sind.

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