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Stau im gesamten Stadtgebiet

Langenhagen Stau im gesamten Stadtgebiet

Gleich am ersten Tag der auf vier Wochen angesetzten Sanierungsarbeiten auf der Bothfelder und Godshorner Straße ist es im Berufsverkehr in Langenhagens zu Staus gekommen. Polizei und Stadtverwaltung sehen indes keine Alternativen – und eine fehlerhafte Ausschilderung gibt es auch nicht.

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Morgens 8 Uhr in Langenhagen: Am Langenforther Platz staut sich der Verkehr aus Richtung Westen.

Quelle: Bismark

Langenhagen. Mehrere Kilometer Stau auf der Autobahn 2, drei Kilometer auf der Landesstraße 382: Gleich mehrere Behinderungen für Autofahrer meldete die Verkehrsmanagementzentrale während des gesamten Montagvormittags rund um Langenhagen. Schon zum Unterrichtsbeginn gegen 8 Uhr stockten die Fahrzeuge am Langenforther Platz, vor allem aus Richtung Westen brauchten die Autofahrer viel Geduld. Zum Teil blockierten sich die Linksabbieger aus beiden Richtungen gegenseitig, weil sie sich mit den Rechtsabbiegern und Autos die Spur teilen müssen, die geradeaus führt. Doch nach Auskunft von Stadtsprecherin Juliane Stahl wird das Linksabbiegen am Langenforther Platz beibehalten. Auf der Walsroder Straße in Richtung Süden ging zeitweise nichts mehr: Wegen eines Staus auf der Autobahn 2 wollten viele Autofahrer die A2 verlassen – standen dann aber ebenso wie die Fahrzeuge auf der Flughafenstraße im Stau.

Ein Grund dafür sind auch parallel begonnene Sanierungsarbeiten auf der Autobahn 2 zwischen dem Hannover-Kreuz Ost und Bothfeld, sagte der Chef der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Friedhelm Fischer, gestern auf Anfrage. Seinen Angaben zufolge müssten auf circa acht Kilometern Länge bis Mitte Juni alte, nicht mehr zeitgemäße Mittelplanken ausgetauscht und Regenwasserkanäle saniert werden. Doch diese Arbeiten dürften sich nicht allzu stark auf Langenhagen auswirken, meinte er. Denn die Baustelle auf der Richtungsfahrbahn Dortmund ende bereits vor der Anschlussstelle Bothfeld. Gleichwohl räumte der ehemalige Langenhagener Bürgermeister ein, dass auf der Gegenfahrbahn bei einem Stau manche Fahrer durchaus die Flucht über Langenhagen antreten könnten.

Für den erheblichen Verkehr gestern in und um die Flughafenstadt hatte Fischer aber zwei andere Ursachen ausgemacht: Zum einen der erste Tag nach den Ferien und zum anderen „schlechtes Wetter". Denn wenn es regne steige der eine oder andere doch ins eigene Auto, anstatt mit Fahrrad oder öffentlichem Nahverkehrsmitteln zu fahren, berichtete Fischer über dieses Phänomen. Der Behördenleiter kündigte zudem an, dass die ursprünglich für Mai geplanten Sanierungsarbeiten auf der Autobahn 2 im Bereich Langenhagen nicht wie vorgesehen im Mai, sondern nun erst im Juni beginnen werden.

Im öffentlichen Nahverkehr kam es am Montag zu keinen Behinderungen, sagte Üstra-Sprecher Udo Iwannek auf Anfrage. „Wir müssen erst einmal abwarten, wie sich das im Feierabendverkehr entwickelt." Bisher habe er keinen „Alarm von Fahrern gehört, die feststecken", berichtete der Sprecher weiter. „Doch wir beobachten das."

Die Stadtverwaltung und hiesige Polizei hatten am Montagmorgen Mitarbeiter entsandt, die sich den Verkehr in der Baustelle anschauen sollten. Für die Polizei bestehe kein Handlungsbedarf, sagte Kommissariatssprecher Mario Mantei. Auch Mutmaßungen, die Ausschilderungen im Baustellenbereich sei irreführend, dementierte er. „Alles rechtlich einwandfrei." Das Problem sei schlichtweg, dass aktuell zwei Fahrspuren fehlten. „Bei größeren Baustellen sind die ersten Tage erfahrungsgemäß mit besonderen Verkehrsbehinderungen verbunden, da sich die Verkehrsteilnehmer auf die neue Verkehrsführung einstellen müssen", wirbt indes Stadtsprecherin Stahl um Geduld.

Von Antje Bismark und Sven Warnecke

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