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Die Sonne kann viel Energie liefern

Langenhagen Die Sonne kann viel Energie liefern

Die Sonne ist auch als Energielieferant ein gern gesehener Gast in jedem Haushalt – vorausgesetzt, es sind entsprechende wärme- oder stromerzeugende Module installiert. Wie die Technik effektiv genutzt werden kann und wo es Förderungen gibt, sollen die Solarwochen vom 2. bis 31. Mai zeigen.

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Die Langenhagener Umweltschutzbeauftragte Marlies Finke wirbt für die Solarwochen in der Stadt.

Quelle: Privat

Langenhagen. Mit den Solarwochen bieten die Stadt Langenhagen zusammen mit einigen Kooperationspartnern vom 2. bis 31. Mai wieder ein Programm mit Beratungs- und Informationsangeboten rund um die Nutzung von Sonnenenergie. Dazu zählen unter anderem auch Beratungstermine – zum Teil kostenlos.

„Durch den kostenlosen Solar-Check der Klimaschutzagentur Region Hannover kann jeder Hauseigentümer von einem neutralen Energieberater eine Einschätzung zum Potenzial der Nutzung der Sonnenenergie erhalten“, wirbt Langenhagens Umweltschutzbeauftragte Marlies Finke. Dabei sollen qualifizierte Energieberater über die Heizungsunterstützung mit solarer Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung, zur solaren Stromerzeugung und besonders zu attraktiven Fördermöglichkeiten informieren. Diese Solar-Checks können unter der Telefonnummer (0511) 22002288 während der Solarwochen angemeldet werden.

Dabei können Langenhagener Besitzer einer Solarwärmeanlage über die Verbraucherzentrale in den Genuss eines Solarwärme-Checks kommen. Dank der finanziellen Förderung des Bundes kostet dieser lediglich 40 Euro. „Und das ist sehr günstig“, meint Finke. Der beauftragte Energieberater analysiert dabei die Solarthermieanlage und ermittelt dabei wichtige Systemtemperaturen, die den Ertrag beeinflussen. Eine Anmeldung ist unter Telefon (0800) 809802400 erforderlich. Die ersten elf, per E-Mail an marlies.finke@langenhagen.de eingehenden Anfragen am 2. Mai erhalten einen Solarwärme-Check der Verbraucherzentrale sogar kostenlos.

Ein weiterer Programmpunkt ist der Vortrag des Energieexperten Dirk Hufnagel am Donnerstag, 4.  Mai, um 18 Uhr im Rathaus. Dabei wird das Thema „Solarstrom selbst erzeugen und verbrauchen“ behandelt. Dabei geht es um Planungsschritte von der Dachneigung bis zur Handwerkersuche, Anlagengröße, Kosten sowie die aktuell interessanten Möglichkeiten von Eigenstromnutzung und Speichertechnik. „Der Eigenverbrauch vom selbst erzeugten Strom ist attraktiv, weil die Stromkosten unterhalb des Einkaufspreises für Strom liegen“, sagt Finke. Für den ins öffentliche Netz eingespeisten Solarstrom wird eine Vergütung nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz gezahlt. „Deutlich erhöhen lässt sich der Anteil des selbst genutzten Stroms durch einen Batteriespeicher, da der Strom für den Nutzer bei Bedarf, etwa abends oder für ein Elektro-Mobil zur Verfügung steht“, erläutert die Umweltschutzbeauftragte. Zudem seien die Batteriespeicher inzwischen ausgereift und im Anschaffungspreis deutlich gesunken.

Weiterer Programmpunkt während der Solarwochen in Langenhagen ist während der inzwischen achten „Kulinarischen Fahrkultur“ am Sonntag, 21. Mai, eine Station auf dem Hof Jagau an der Walsroder Straße 199. Dort gibt es an diesem Tag zwischen 11 und 17 Uhr unter anderem eine Energieberatung der Verbraucherzentrale zu allen Fragen der Solarenergienutzung und Fördermitteln. Außerdem können sich Interessierte dort während einer Führung die auf dem Hof installierten Fotovoltaikanlagen anschauen. Für Kinder werden Experimente rund um Energie und Sonne angeboten.

Klimawettbewerb der Regionskommunen

Langenhagen steht im Klimawettbewerb inzwischen auf dem zweiten Platz aller Kommunen in der Region. Der größere Anteil der Fotovoltaikanlagen – etwa 70 Prozent – befindet sich auf den Dächern von Langenhagener Firmen. Sehr große Anlagen wurden vom Flughafen mit knapp 500 kW Leistung im Jahr 2011 und von Hermes mit 430 kW ein Jahr vorher gebaut. Aktuell sind 270 Fotovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von rund 7800 kW in Langenhagen in Betrieb. Zudem gibt es 211 Solarthermieanlagen mit einer Fläche von 2300 Quadratmetern.

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