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Informationsveranstaltung zum Thema Flüchtlinge

Langenhagen Informationsveranstaltung zum Thema Flüchtlinge

Der Zustrom von Flüchtlingen wird auch in diesem Jahr nicht abreißen. In einer öffentlichen Informationsveranstaltung hat die Stadt nun ihre Pläne zur Unterbringung schutzsuchender Menschen in der Kernstadt vorgestellt.

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Etwa 50 waren in die Hermann-
Löns-Schule gekommen.

Quelle: Nils Oehlschläger

Langenhagen. Etwa 50 Langenhagener waren am Mittwochabend in die Hermann-Löns-Schule gekommen. Dort stellten die Erste Stadträtin Monika Gotzes-Karrasch und Doris Lange, Leiterin des städtischen Sozialberatungsdienstes, aktuelle Pläne zur fortlaufenden Unterbringung von Flüchtlingen in der Kernstadt vor. „Wir müssen uns in diesem Jahr darauf einstellen, dass noch einmal mehr Flüchtlinge kommen“, leitete Gotzes-Karrasch die Veranstaltung ein - und rechnete den Besuchern vor, wie viele Menschen bereits untergebracht worden sind. Zum Wochenbeginn seien es 677 Menschen gewesen, von denen 565 in städtischen Unterkünften und 112 bei Verwandten Obhut finden konnten. Auch die 198 Menschen in der Notunterkunft des Landes an der Hans-Böckler-Straße fanden Erwähnung. Diese seien zwar nicht der Stadt zugeordnet, würden sich jedoch in Langenhagen aufhalten und zum Teil der städtischen Aufnahmequote angerechnet werden, sagte die Erste Stadträtin.

Da sich die Verwaltung sputen müsse, ihre Kapazitäten erfüllen zu können, würden nun außer Wohnungen oder Gewerbeobjekten auch modulare Anlagen eingerichtet, so Gotzes-Karrasch. An der Pfeiffengrasstraße in Kaltenweide und dem Grundstück am Bauernpfad in Krähenwinkel sollen ab Juni 2016 zweigeschossige Module ebenso Wohnraum bieten, wie auch auf dem Parkplatz am SCL-Sportgelände an der Leibnizstraße. Durch die Container für höchstens 56 Menschen würden dort etwa 50 Stellplätze wegfallen. Die Wohnmodule sollen dort drei bis fünf Jahre stehen. Darüber hinaus könne keine Kommune planen, sagte Gotzes-Karrasch weiter.

Dem Vorschlag eines Anwohners, Flüchtlinge in großer Zahl am Stadtrand unterzubringen, trat Doris Lange entgegen. „Eine Großanlage am Stadtrand ist meines Erachtens gegen jede Integration und Annahme in der Gesellschaft“, sagte die Leiterin des Sozialberatungsdienstes. Auch die Befürchtung eines Langenhageners, Flüchtlinge könnten aus Neid schwer friedlich bleiben, wenn sie die Bürger beim Grillen auf der Terrasse sehen würden, erntete Gegenwind. „Solche Äußerungen finde ich ehrlich gesagt zum Kotzen“, sagte Uwe Guelke vom Repair-Treff.

Wie Gotzes-Karrasch betonte, würden alle Sorgen der Bevölkerung bei der Stadtverwaltung Gehör finden.

Nils Oehlschläger

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