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Jäger zeichnen Landwirte aus

Langenhagen Jäger zeichnen Landwirte aus

Der Hegering Langenhagen hat die Landwirte Werner Straube aus Engelbostel und Cord Baumgarte aus Kaltenweide mit dem Goldenen Rebhuhn ausgezeichnet. Es ist die höchste Ehrung für Nichtjäger.

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Mit dem goldenen Rebhuhn zeichnen Niedersachsens Jäger Nichtjäger aus, die sich um den Biotop- und Artenschutz besonders verdient gemacht haben.d

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Das Emblem ist nur winzig klein, misst vielleicht gerade einmal zwei Zentimeter. Gleichwohl: Das Goldene Rebhuhn ist die höchste Auszeichnung, die die Landesjägerschaft Niedersachsen an Nichtjäger vergeben kann. Damit wird das Engagement für den Biotop- und Naturschutz honoriert.

Jetzt haben mit Cord Baumgarte und Werner Straube gleich zwei Langenhagener diese Auszeichnung erhalten. Nach Auskunft von Hegeringleiter Mike Scheer haben sich beide Landwirte in besonderer Weise mit ihrem Engagement verdient gemacht. Sie hatten einen Teil „ihrer landwirtschaftlich bewirtschafteten Flächen uneigennützig dem Naturschutz zur Verfügung gestellt“. „Der Vorschlag für die Auszeichnung kam von den Jagdpächtern der Reviere Engelbostel und Kaltenweide, Heinrich Biester junior sowie Fritz Engelke und Friedrich Seeßelberg“, heißt es weiter vom Hegeringleiter, der zusammen mit dem Vorsitzenden der Jägerschaft Hannover Land, Werner Burose, die Auszeichnung verlieh.

Burose lobte dabei die gute Zusammenarbeit zwischen den Landwirten in Langenhagen und der Jägerschaft. Dabei konnte er auch auf die seiner Ansicht nach „hervorragenden Ergebnisse“ verweisen. Dank dieser überlassenen Flächen sei der Wildbesatz – also die Anzahl der vorkommenden Tierarten – entgegen dem allgemeinen Trend stark gestiegen. Das mache Mut und zeige, dass es der Mensch selbst in der Hand habe, etwas gutes für die Natur zu tun, betont Burose.

„Gerade in Zeiten der intensiven Landwirtschaft, die überwiegend vom Mais- und Rapsanbau geprägt ist, ist für das heimische Niederwild, wie Hase, Fasan und Rebhuhn keine ausreichende Lebensgrundlage mehr vorhanden“, ergänzt Scheer. Aber auch für sehr viele andere Bodenbrüter werde „die Luft immer dünner“, warnt der Hegeringleiter. Dank der zur Verfügung gestellten Flächen, die von Straube und Baumgarte mit speziellem Saatgut bestellt worden sind, „ist für ein enormes Gleichgewicht gesorgt worden“, berichtet Scheer. Es wurden Blühstreifen und Wildäcker mit mehrjährigen Pflanzen angelegt. Die Wildäcker kommen nicht nur dem Wild zugute sondern auch Insekten und Vögeln. Auch die Imker profitieren davon.

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Von Sven Warnecke

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