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Vom Briefkasten zum prämierten Interview

Langenhagen Vom Briefkasten zum prämierten Interview

Als ihn die Einladung zur Siegerehrung für den HAZ-Schreibwettbewerb erreichte, war er natürlich etwas aufgeregt. "Normalerweise werden die Personen eingeladen, die die ersten drei Plätze geschafft haben", sagt Jan Müller. Und so kam es auch. Der Kaltenweider belegte Rang 3 in seiner Altersklasse.

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Jan Müller hat den dritten Platz beim HAZ-Schreibwettbewerb belegt.

Quelle: Stephan Hartung

Kaltenweide. Mit einem Interview über den Reisejournalisten Andreas Pröve, den er mit seinem Klassenkameraden Dilan Sandoval interviewte, hat er offenkundig die Jury überzeugt. Das Ergebnis: Der dritte Platz in der Katergorie "Schuljahrgang fünf und sechs", 50 Euro und eine Urkunde.

Der Begriff "Neustart" war das vorgegebene Thema des Schreibwettbewerbs. "Wir wollten erst etwas über Flüchtlinge schreiben. Aber irgendwie ist uns dazu nichts eingefallen", berichtete Jan jetzt wiederum dieser Zeitung von der Themensuche mit seinem Kumpel Dilan. Mit ihm besucht er die sechste Klasse der Lutherschule in Hannover. Sie entschieden sich schließlich für Andreas Pröve, der ein bewegendes Schicksal hinter sich hat. Mit 23 Jahren verunglückte Pröve bei einem Motorradunfall. Er ist seitdem querschnittsgelähmt. "In einem Interview hat er uns seine Geschichte erzählt - wie er die Welt bereist, Vorträge hält und Bücher schreibt", berichtete Jan. Der 59-jährige Celler ist ein Verwandter zweiten Grades von Jan, daher wusste der Junge von der verrückten Geschichte des Mannes im Rollstuhl.

Nicht ganz so verrückt, aber doch kurios ist die Geschichte, wie Jan auf den HAZ-Schreibwettbewerb aufmerksam geworden ist. "Meine Großeltern waren in den USA. Wir mussten für sie den Briefkasten leeren. Meine Mutter hat mir dann die Zeitung gezeigt, wo zu dem Wettbewerb aufgerufen wurde." Der Rest ist ebenfalls Geschichte, nämlich Platz 3 unter mehr als 130 eingereichten Beiträgen. 

Und natürlich bleibt noch eine Frage zu klären: Nimmt Jan im kommenden Jahr wieder am HAZ-Schreibwettbewerb teil? "Na klar, dann aber allein. Jetzt weiß ich ja, wie es geht", sagte er mit einem Augenzwinkern. Als Thema könnte es dann möglicherweise um Sport gehen. Jan ist nämlich eine echte Sportskanone. Fußball, Schwimmen, Selbstverteidigung, Golf, Leichathletik - es gibt kaum etwas, was er nicht macht oder noch nicht gemacht hat. Und Musik kann er auch noch. Jan spielt Saxofon und Klavier.

Von Stephan Hartung

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