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Junge Maler dringend gesucht

Godshorn Junge Maler dringend gesucht

Bei der Firma Sto lernen angehende Maler und Lackierer neue Techniken und den Umgang mit modernen Materialien. Das soll helfen, die Auszubildenden für das Handwerk zu begeistern, für Neues zu motivieren und so dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

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Die Auszubildenden präsentieren ihre Arbeiten, die sie bei der Firma Sto in Godshorn angefertigt haben.

Quelle: Nils Oehlschläger

Langenhagen. Dem hannoverschen Malerhandwerk fehlen Fachkräfte. „Bis vor fünf Jahren haben wir das nicht gehabt“, sagt Ralph Sensing, Obermeister der Maler- und Lackiererinnung Hannover. Doch seitdem könnten immer weniger Nachwuchskräfte ihre erfahrenen Vorgänger ersetzen. Das wirkt sich auch auf die Betriebe aus, wie Gudrun Helm-Behrens von der Firma Sto mitteilt. „Heutzutage haben wir hochentwickelte Produkte“, sagt sie. Der Anspruch der Arbeitgeber sei entsprechend hoch. „Schlussendlich ist es aber der Kunde, der reklamiert“, sagt Helm-Behrens. Das hat dann auch finanzielle Auswirkungen auf das Unternehmen.

Um dem Fachkräftemangel weiter entgegenzuwirken, hatte Sensing für sieben Lehrlinge eine Belohnung organisiert. Da sie die Zwischenprüfung besonders erfolgreich gemeistert hatten, bekamen sie bei der Firma Sto in Godshorn einen Einblick in moderne Arbeitsmaterialien sowie anspruchsvolle Techniken zur farblichen und strukturellen Gestaltung von Innenwänden.

Unter der Aufsicht der Sto-Malermeister Uwe Lohrengel und Stefan Liss wurden Kalkpresstechniken, Beschichtungen in Rost- optik sowie Metalllackierungen mit 3D-Effekt angefertigt. „Wir geben den Lehrlingen hier Produkte in die Hand, die sie bisher noch nicht bearbeitet haben“, sagt Liss. Den Azubis Marvin Schleef und Pierre Voigtländer habe das Seminar definitiv etwas gebracht. „Es ist ein bisschen mehr Geschick gefragt, als wenn man einfach eine Rauhfasertapete an der Wand anbringt“, sagt Schleef. Der Auszubildenden Janine Auhagen hätten verschiedenen Techniken am besten gefallen - „weil ich die auch in der Abschlussprüfung einbringen kann.“

Um aus der Flüchtlingskrise eine Chance für den Fachkräftemangel zu ziehen, habe sich Sensing bereits mit Asylsuchenden getroffen, erzählt der Innungs-Obermeister. Von den 20 Flüchtlingen hätten 15 sehr großes Interesse daran gezeigt, im Malerhandwerk tätig zu sein. „Einen Mann aus dem Libanon hätte ich eins zu eins übernehmen können“, sagt Sensing. Der Mann habe zwar über die nötigen Sprach- sowie Fachkenntnisse verfügt, von Seite der Behörden sei es jedoch noch nicht möglich, ihn zu beschäftigen.

Von Nils Oehlschläger

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