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Wie erziehen Sie die Müllsünder?

Der Kandidaten-Check Wie erziehen Sie die Müllsünder?

Vor der Kommunalwahl stellt die Nordhannoversche den Parteien und Wählerbündnissen sieben Fragen. Teil 7: Langenhagen hat ein Müllproblem. Wie erziehen Sie die Müllsünder?

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Wie wollen Sie gegen Müllsünder vorgehen?

Quelle: Bismark

Langenhagen. Willi Minne, SPD: Wir beobachten mit Sorge und Unverständnis die rücksichtslose Vermüllung unserer Stadt – hier besteht Handlungsbedarf. Die Reinigung und Pflege der Spielplätze, öffentlicher Anlagen, Grünflächen, Straßen und Plätze muss verbessert werden. Dafür werden wir in eine bessere Verzahnung aus Betriebshof, Ordnungswesen und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Langenhagen investieren. Bei Bedarf auch mit zusätzlichem Personal.

Bernhard Döhner, CDU: Die CDU sieht sich nicht als Erzieher der Bürgerinnen und Bürger. Erziehung findet zuerst und grundsätzlich in der Familie und ergänzend später in KiTa und Schule statt. Wir unterstützen Projekte in den Kitas und Schulen, bei denen das Umweltbewusstsein der Kinder gestärkt wird. Es ist wichtig, allen Menschen die Regeln des Zusammenlebens in unserer Stadt und Gesellschaft klar zu machen und Verstöße gegen bestehende Satzungen konsequent zu ahnden.

Maren Rietschel, Grüne: Nur mit Strafen werden wir das Abfallproblem sicherlich nicht lösen. Es muss auch angepackt werden. Die jährlichen Aktionstage der Freiwilligen Feuerwehr und anderer aktiver Gruppen sind ein vorbildliches Engagement. Öffentlichkeitswirksame Aktionen der Schulen zur Müllvermeidung wollen wir unterstützen. Im Rahmen eines Wettbewerbs könnte außerdem das sauberste Quartier der Stadt ermittelt und prämiert werden. 

Rainer Lütgens, FDP: Die Stadt muss im Rahmen des Ordnungsrechtes ergänzend zu den aha-Aufgaben ein Müllkonzept erstellen, das dann auch durchgesetzt wird. Der Bauhof muss bei erkannten Müllablagerungen schnell tätig werden und sei es durch Einschalten von aha. 

Felicitas Weck, Linke: Abfall ist der Wertstoff von morgen. Das muss bereits in der Schule vermittelt werden. Gerechte Abfallgebühren, die Mülleinsparung belohnt und eine regionsweite Ausdehnung des Tonnensystems, damit unser Müll nicht die Rücken der aha-Kollegen kaputt macht, kann die Müllgebühren senken und zur Abfallvermeidung beitragen. „Müll-Sheriffs“ lehnt die Linke ab. 

Achim Hinz, AfD: Nachdem Bürgermeister Mirko Heuer nun endlich die vier zusätzliche „Parkranger“ einstellen darf, bleibt es erst mal abzuwarten, ob sich die Lage dadurch merklich verbessert. Diese Maßnahme wurde leider viel zu lange von der Rot-Grünen Ratsmehrheit blockiert. Aufgedeckte Verstöße müssen konsequent verfolgt und scharf sanktioniert werden.

Stefan Dammann, BBL: Die Straßenreinigung muss konsequent und effizient Müll beseitigen. Das Ordnungsamt sollte strikt gegen Menschen vorgehen, die Müll herumliegen lassen oder illegal entsorgen. Wir brauchen mehr Mülleimer und Hundekotstationen. Die Reinigung der Wertstoffinseln muss verbessert werden. Auch die Fachkräfte in Kitas und Schulen spielen eine wichtige Rolle. Sie unterstützen Eltern dabei, Kinder im verantwortungsvollen Umgang mit Müll zu erziehen.

Wilhelm O. Behrens, Die Unabhängigen: Das Müllproblem ist ein gesellschaftliches Problem. Hier hilft nur, wie vom Bürgermeister gefordert, der Einsatz von „Rangern“. Entlang der „Müllrouten“ sollten diese Präsenz zeigen, Aufklärungsarbeit leisten und in die Lage versetzt werden rechtliche Konsequenzen umzusetzen. An bekannten Brennpunkten, sollten evtl. mehr Abfalleimer aufgestellt werden, bzw. eine häufigere Leerung erfolgen.

Norbert Missner, WG Alternative für Langenhagen: Die Fragestellung „Müllsünder zu erziehen“ kann ich so nicht mittragen. Die meisten Bürger sind mündig genug, sich an die Regeln zu halten. Aber die Anderen sind immer schwer zu erreichen. Deshalb ist es richtig, dass die Stadt mit gutem Beispiel voran geht, Müllranger einstellt und Müllbehälter farblich gestaltet. Die Bürger sollten nicht darunter leiden, dass wenige für die Vermülllung verantwortlich sind. Beispiel Grillplätze am Silbersee und an Müllcontainern.

Von der Redaktion

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