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Wie und wo steuern Sie gegen den Mangel an Wohnraum?

Der Kandidaten-Check Wie und wo steuern Sie gegen den Mangel an Wohnraum?

Vor der Kommunalwahl stellt die Nordhannoversche den Parteien und Wählerbündnissen sieben Fragen. Teil 3: Preiswerte Wohnungen sind in Langenhagen Mangelware. Wie und wo steuern Sie dagegen?

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Die Redaktion fragt nach: Wie und wo wollen Sie den Mangel an bezahlbaren Wohnraum beheben?

Quelle: Symbolbild

Marco Brunotte, SPD: Wir haben bezahlbares Wohnen zum Thema in Langenhagen gemacht und ein eigenes städtisches Wohnraumförderprogramm aufgelegt. Wohnraum für alle Menschen: Ob Jung oder Alt, Familien, Singles – für alle muss bezahlbarer, angemessener und barrierearmer Wohnraum zur Verfügung stehen. Bei der Vergabe von Grundstücken müssen mehr Belegrechte geschaffen werden. Die Mietpreisbremse wird weitere Preissteigerungen begrenzen.

Claudia Hopfe, CDU: Die CDU möchte das städtische Förderungsprogramm aufstocken und für private Bauherren und kleinere Bauvorhaben öffnen. Gleichzeitig soll zusammen mit KSG und EL ein Konzept erarbeitet werden, um als Stadt selbst günstigen Wohnraum zu erstellen. Dabei ist uns wichtig, privat finanzierten Eigenheimbau und öffentlich gefördertes Wohnen im Gleichgewicht zu halten.

Ronald Kunze, Grüne: Auf unterschiedlichen Wegen: Wir wollen den staatlich und kommunal geförderten Wohnungsbau durch Dritte für sozial Benachteiligte stärken. Wir wollen einen kommunalen Bestand an bezahlbarem Wohnraum aufbauen. Erste vorbildliche Bauten existieren schon. Und wir wollen familiengerechte Wohnbauten in verdichteter, kostengünstiger Bauweise mit sozialer Bindung für größere Familien.

Dieter Palm, FDP: Es wäre zu begrüßen, wenn die Verwaltung 500 neue bezahlbare Wohnungen in Aussicht stellen könnte, auch im Geschosswohnungsbau. Die Kreissiedlung und andere Akteure auf dem sozialen Wohnungsbaumarkt müssen weiter unterstützt werden.

Thorsten Enste, Linke: Bezahlbarer Wohnraum wird in Langenhagen wegen der Nähe zur Landeshauptstadt immer knapper. Hier muss die Stadt gegensteuern. Mietpreisbremse sofort, Festlegung einer Quote von mindestens 50% sozialem Wohnungsbau in Neubaugebieten, Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft eventuell im Verbund mit der Region wären die ersten Schritte. Dabei darf es kein Ausspielen Naturflächen gegen Wohnraum geben.

Sven Hoffmann, AfD: In den Ortsteilen müssen bezahlbare Baugebiete ohne Bauträgerbindung geschaffen werden. Im Stadtgebiet hat es die KSG nicht geschafft bezahlbare Wohnungen in Langenhagen zu schaffen. Da die Stadt durch ihre dezentrale Flüchtlingsunterbringung die Lage am Wohnungsmarkt aktiv verschärft hat, muss sie hierfür direkt die Verantwortung übernehmen. 

Bernd Juhrig, BBL: Die Stadt sollte gemeinsam mit der KSG alten Wohnungsbestand zukunftsfähig machen, und zwar durch Verdichtung der Grundstücke mit altengerechten Neubauwohnungen. Im Gegenzug sollten die alten, heute noch ungenutzten Dachböden, zu Staffelgeschossen für neue Bewohnerinnen und Bewohner ausgebaut werden.

Henning Eichelkraut, Die Unabhängigen: Der Stadtrat muss Voraussetzungen für Wohnungsbauunternehmen und Investoren schaffen, damit diese familiengerechte und preisgünstige Wohnungen bauen. Neben einer Neuausweisung von akzeptablen Wohnbauflächen ist Nachverdichtung im Bestand notwendig. Bei entsprechender Konzeptausschreibung muss die Stadt mit den Bauherren Sozialbindungen vereinbaren z. B. zum Bau von günstigeren und/oder geförderten Wohnungen. 

Ursula Missner, WG Alternative für Langenhagen: Das städtische Wohnraumförderungsprogramm hat es nicht geschafft, genügend Wohnraum für B-Schein-Inhaber zu schaffen. Eine erhöhte Abschreibung ist eine Möglichkeit, Anreize für Wohnungsbaugesellschaften zu erreichen, doch nicht in unserer Hand. Durch die Ausweisung von Baugrundstücken und Gesprächen mit Bauträgern muss jetzt versucht werden, Investoren zu finden. Der Bau von Sozialwohnungen durch die Stadt ist die falsche Lösung.

Von der Redaktion

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