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Kein Fachkräftemangel in der Pflege

Langenhagen Kein Fachkräftemangel in der Pflege

40 Jahre Anna-Schaumann-Stift: Die wohl bekannteste Alten- und Pflegeeinrichtung Langenhagens hat am Sonnabend einen runden Geburtstag gefeiert.

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Dietmar Schwabe moderiert das Programm im Anna-Schaumann-Stift. 

Quelle: Hartung

Langenhagen. Kein Jubiläum im klassischen Sinne, aber doch eine runde Sache: Das Anna-Schaumann-Stift ist 40 Jahre alt geworden und hatte Bewohner, Angehörige und Interessierte dem Anlass entsprechend zu einer Feier inklusive einem Tag der offenen Tür eingeladen. Für die Einrichtung also eine gute Gelegenheit, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Den Besuchern bot das Stift am Sonnabend ein buntes Programm mit einer Andacht am Vormittag, Musik und Kinderunterhaltung sowie ein Buffet mit Kuchen, Waffeln und Kaffee. Außerdem traten der Clown Sorina, das Langenhagener Zupforchester, die Kindertanzgruppe „Epiroten Pindos“ sowie der gemischte Chor Brink auf.

In den vergangenen 40 Jahren habe sich die Pflege im Anna-Schaumann-Stift erheblich verändert, sagt Einrichtungsleiter Sebastian Hasemann. „Vorher hatten wir günstigen Wohnraum am Sollingweg sowie hier am Ilseweg eine Pflegestation und eine Etage darüber betreutes Wohnen.“ Mitte der Neunzigerjahre sei mit der Einführung der Pflegeversicherung aber eine Abweichung erfolgt. „Das Eintrittsalter ist viel höher. Früher kamen die Leute mit 60 Jahren zu uns, dann stieg das Alter auf 80. Und nicht selten waren die Menschen dann nur drei bis vier Monate hier und sind dann gestorben.“

In die Glaskugel schauen, wie sich die Pflege in den kommenden 40 Jahren entwickeln wird, kann Hasemann natürlich nicht. „Das ist schwer. Vermutlich werden die Menschen noch pflegebedürftiger sein, aber vom Alter her ist nicht viel Luft nach oben. Wir sind aber gut aufgestellt, spüren keinen Fachkräftemangel.“ Sein Resümee: „Wir sind hier in diesem Bereich der Stadt genau richtig.“

Parkplätze Mangelware am Ilseweg

40 Jahre Anna-Schaumann-Stift und Tag der offenen Tür – da versteht es sich von selbst, dass rund um das Alten- und Pflegeheim kaum Parkplätze vorhanden waren. Dieses Bild ergibt sich oft am Ilseweg. „Ich habe vor wenigen Tagen schon mit Bürgermeister Mirko Heuer darüber gesprochen. Er kann leider auch nichts machen“, sagt Sebastian Hasemann. Der Einrichtungsleiter hat ein Interesse daran, dass für mobilitätseingeschränkte Menschen ausreichend Parkplätze vorhanden sind. Am Anna-Schaumann-Stift selbst sind es jedoch nur rund ein Dutzend – für Behinderte immerhin drei. Zudem ist das Teilstücks des Ilsewegs zur Bothfelder Straße recht kurz und bietet keine Erweiterungsmöglichkeit. Dass das Haus für Menschen, die entsprechend flexibel sind, auch zu Fuß vom Stadtbahnhof erreichbar ist, sei oft unbekannt. „Da wünsche ich mir ein Hinweisschild zu unserem Haus“, sagt Hasemann. Für Ärzte, die in das Stift kommen und oft medizinische Gerätschaften zu tragen haben, gibt es einen Ausweichparkplatz am benachbarten Sollingweg. „Wir haben einen Schlüssel für diesen Parkplatz. Das macht vormittags Sinn, da ist es am Ilseweg voll“, sagt Hasemann.

von Stephan Hartung

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