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Seit 25 Jahren Spaß an der Pflege

Langenhagen Seit 25 Jahren Spaß an der Pflege

Täglich hilft sie alten, schwachen oder kranken Menschen, die ihren Alltag aus eigener Kraft nicht mehr bewältigen können: Kerstin Kerber arbeitet seit 25 Jahren bei der DRK-Sozialstation in Langenhagen - und hat dort ihren Traumjob gefunden, wie sie sagt. Dennoch ist ihr ein guter Ausgleich wichtig.

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Kerstin Kerber arbeitet seit 25 Jahren für die Sozialstation in Langenhagen - und das macht sie mit Freude.

Quelle: Oehlschläger

Langenhagen. Warum sie seit 25 Jahren in der ambulanten Pflege arbeitet? "Weil es mir Spaß macht", sagt Kerstin Kerber. "Es ist mein Traumjob." Täglich kümmert sie sich um ein Dutzend bedürftiger Menschen, indem sie sie zuhause besucht, für den Tag vorbereitet oder auch darüber hinaus beschäftigt. Auf ihrer ersten Runde am Morgen helfe sie den Betreuten beim waschen, anziehen oder dabei, aus dem Bett in den Rollstuhl zu gelangen, sagt die 50-jährige Langenhagenerin. Ist das geschafft, begleite sie einzelne Patienten beim Einkaufen, gehe mit ihnen spazieren oder schärfe deren Gedächtnis mit Spielen oder indem sie zusammen in Fotoalben stöberten.

Der Zustand der Hilfsbedürftigen sei sehr unterschiedlich, sagt Kerber - und "wenn's mal mit jemanden schwierig ist, versuche ich herauszufinden, woran das liegt." Einmal habe eine Frau, die an Demenz litt, Kerber unterstellt, sie habe ihr den Pelzmantel gestohlen, erzählt die Pflegerin. "Da war ich schon erschrocken", sagt die 50-Jährige. Inzwischen wisse sie aber, mit solchen Situationen umzugehen. Ihre Erfahrung nutzt die Langenhagenerin, um das persönliche Umfeld der Betreuten über Anzeichen von Krankheiten oder Stolperfallen in der Wohnung zu informieren.

Die notwendigen Kenntnisse schöpft Kerber aus ihrer langjährigen Berufserfahrung. Nachdem sie ihre Schneiderlehre hinter sich lies, folgte sie dem Rat ihrer Mutter und jobbte über zwei Jahre in verschiedenen privaten Pflegeheimen. Es folgte eine Ausbildung zur Pflegerin im Altenzentrum Eichenpark. In der Zeitung fand sie kurz darauf eine Anzeige der DRK-Sozialstation und bewarb sich auf einen Halbtagesjob. Dort ist sie nun seit mehr als zwei Jahrzehnten.

Und dort fühlt sie sich wohl. "Es herrscht ein gutes Klima zwischen den Kollegen, unsere Chefin leitet uns gut und der Austausch ist super", sagt Kerber. Sie könne sich bei jeglicher Art von Problemen an Kollegen wenden, die spezielle Fortbildungen in verschiedensten Bereichen gemacht hätten. Auch die 50-Jährige bildet sich gerade im Bereich der Betreuungsangebote weiter.

Obwohl sie ihre Arbeit sehr schätze, sei Kerber ein guter Ausgleich wichtig, sagt sie. So lässt sie im Garten oder bei Touren auf dem Moped die Gedanken schweifen. Mehr noch steht sie jedoch mit ihrer Band Texas Honey in den Startlöchern. "Wir haben gerade unser Set fertig und wollen demnächst ins Studio", sagt die Pflegerin. Im März wurde ihre Rock-'n'-Roll-Gruppe durch einen Sänger komplettiert. Kerber selbst spielt dort schon seit einem Jahr den E-Bass und hat mit ihren Bandkollegen an eigenen Songs geschrieben. Diese sind bei einem Konzert am Sonnabend, 27. August, im Klein Kröpcke in Hannovers Nordstadt zu hören. "Musik machen finde ich optimal", sagt die 50-Jährige.

Von Nils Oehlschläger

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