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Kirchenasyl für den Kulturring

Godshorn Kirchenasyl für den Kulturring

Der Kulturring Godshorn wird mit seinem Kleinkunstprogramm 2016 notfalls dauerhaft in die Kirche Zum Guten Hirten umziehen können. Zudem wird die Stadt den Transport übernehmen sowie Konventionalstrafen zahlen, sollten Veranstaltungen ausfallen müssen. Für die Flüchtlinge bereitet die Ortsgemeinschaft ein Netzwerk vor.

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Rund 60 Godshorner sind der Einladung des Ortsrates gefolgt, um sich die Schwierigkeiten des Kulturrings anzuhören.

Quelle: Neander

Langenhagen. Die Stimmung stand auf Messers Schneide. Gekippt ist sie jedoch nicht. Zu verdanken ist dies einem Kompromiss, den Kulturringchef Detlef Euscher und der Kirchenvorstand der Gemeinde Zum Guten Hirten Anfang der Woche gefunden haben. Und der am Donnerstag nicht nur den Segen von Bürgermeister Mirko Heuer fand, sondern von ihm noch mit weiterreichenden Zusagen untermauert worden ist.

Demnach werden die fünf noch für dieses Jahr geplanten (und weitgehend ausverkauften) Veranstaltungen im Dorfgemeinschaftshaus bleiben. Sollte die Stadt kurzfristig Flüchtlinge unterbringen müssen und dies in Godshorn mit einem Termin des Kulturrings kollidieren, wird die Stadt, so Heuer, einen der anderen Dorf-Treffs belegen. Für das Programmjahr 2016 strebt Euscher trotz des städtischen Hilfsangebots, Transport und Zusatzkosten zu übernehmen, einen dauerhaften Umzug in die Kirche an. Gleichwohl werde man auch dafür Hilfe benötigen. So ist beispielsweise die Beleuchtung im Dorfgemeinschaftshaus fest installiert.

Das Angebot der Stadt gilt indessen nicht zwingend für die übrigen Vereine, die die Dorfgemeinschaftshäuser nutzen, - aus pragmatischen Gründen, wie Heuer sagte. „Ein Blutspendetermin des DRK kann auch an einem anderen Ort stattfinden.“ Diese These blieb in der Versammlung unwidersprochen.

Geglättet sind nach der außerordentlichen Einladung durch den Ortsrat (für eine offizielle Sitzung konnte fristgerecht nicht mehr eingeladen werden) auch diverse Streitereien zwischen Dorf und Rathaus. So war sogar Ortsbürgermeister Willy Minne im Rathaus die Auskunft darüber verweigert worden, warum es keine Privatvermietungen mehr für die Dorfgemeinschaftshäuser geben sollte. Vor einigen Tagen überprüften Verwaltungsmitarbeiter das Gebäude auf seine Tauglichkeit, ebenfalls, ohne Minne darüber in Kenntnis zu setzen. „Dann sprechen mich die Leute an, wann die Flüchtlinge kommen, und ich weiß von nichts“, sagte der Ortsbürgermeister.

Heuer nahm die Kritik auf, bat aber angesichts der enormen Belastung der Mitarbeiter und des weiter steigenden Drucks auf die Stadt um Verständnis.

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