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Kirchenkreis drängt es in die Schulen

Langenhagen Kirchenkreis drängt es in die Schulen

Schulnahe Jugendarbeit, Kirchenmusik, Öffentlichkeitsarbeit, neues Familienzentrum, gemeinsame Kita-Trägerschaft - auf diesen Schwerpunkten basiert die Konzeption des Kirchenkreises in den nächsten Jahren.

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Noch muss der neue Superintendent Holger Grünjes mehr Zeit in seinem Auto verbringen, als es dem Menschenfreund lieb ist.  

Quelle: Neander

Langenhagen. Sich auf den Wandel in der Gesellschaft und in den Gemeinden einzustellen, darin sehen Superintendent Holger Grünjes und Friedrich Engeling, Vorsitzender des Kirchenkreistages, die größten Herausforderungen für die nächsten Jahre. „Wir werden bis 2020 sehr deutlich merken, dass die Gemeinden ihre Mitglieder verlieren“, sagt Engeling und begründet dies mit Austritten, aber auch mit Todesfällen. Zugleich verändere sich die Gesellschaft, sagt Grünjes und führt als Beispiel die zunehmende Zahl an Ganztagsschulen an.

Deshalb setze der Kirchenkreis außer dem eigenen Jugenddienst künftig verstärkt auf schulnahe Projekte, die Diakonin Anna Thumser betreuen wird. „Unsere bisherige klassische Jugendarbeit deckt heute nicht mehr alles ab“, weiß Grünjes aus Erfahrung. Deshalb solle der Fokus verstärkt auf übergemeindliche Projekte gelegt werden.

Diese Ausrichtung wie auch die anderen Vorhaben kann der Kirchenkreis verbindlich planen, weil die Konzeption jetzt erstmals für sechs Jahre - von 2017 bis 2022 - gilt. Das deckt sich auch mit dem Vorgehen der Landeskirche, die den Etat des Kirchenkreises bis 2020 festgeschrieben hat. Danach stehen Einsparungen von 1,5 Prozent an.

„Dass wir in den nächsten vier Jahren keine Kürzung erwarten müssen, hängt damit zusammen, dass wir uns in den vergangenen acht Jahren klug verhalten und gewirtschaftet haben“, betont Engeling und fügt hinzu, auch der Stellenplan sei bis 2022 festgeschrieben. Derzeit, sagt Grünjes, gibt es in Bissendorf zwei vakante Pastorenstellen, die wieder besetzt werden.

An zwei Säulen des Kirchenkreises wollen weder Grünjes und Engeling noch der Kirchenkreistag rütteln: an der hochkarätigen Kirchenmusik mit Christian Conradi und Arne Hallmann sowie der seit einigen Jahren forcierten Öffentlichkeitsarbeit. „Diese Stelle aufzubauen, war die klügste Entscheidung seit Langem“, sagt Grünjes. Auch wenn die Zahl der Mitglieder in den 18 Kirchengemeinden sinkt, so nutzen viele Menschen der Region doch zunehmend kirchliche oder diakonische Angebote - ohne es zum Teil zu wissen. „Die Öffentlichkeitsarbeit füllt inzwischen die Lücke“, berichtet der Superintendent. Bewährt hat sich seiner Einschätzung nach auch die Trägerschaft des Kirchenkreises bei inzwischen zwölf Einrichtungen in Burgwedel, Isernhagen, Wedemark und Langenhagen. Auch Bissendorf wolle sich anschließen, in Resse stehe die Entscheidung in der nächsten Zeit an. „Als Träger werden wir jetzt die Fachberatung installieren, das Geld ist eingestellt“, sagt Engeling und fügt hinzu, dass sich der Kirchenkreis mit einem weiteren Familienzentrum in Mellendorf - nach Emma und Paul in Langenhagen - auch dort einen weiteren Schwerpunkt wünscht.

Der nächste Kreiskirchentag ist für Donnerstag, 26. November, ab 18 Uhr in Burgwedel geplant. Dann nehmen mit Andreas Giese und Günter Depke zwei neue Vorstandsmitglieder teil.

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