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Warme Geldregen vom Land erreicht die Stadt

Langenhagen Warme Geldregen vom Land erreicht die Stadt

Langenhagen kann auf weiteres Fördergeld für die Sanierung Wiesenaus und des Zentrums rechnen. Das Land hat 1,26 Millionen Euro für die Programme "Soziale Stadt" und "Aktive Stadt - und Ortsteilzentren" zugesagt. Voraussetzung ist, dass die Stadt ihren Beitrag leistet. Und das will sie wohl tun.

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Die Reaktion auf die Landesförderung fällt eher verhalten aus.

Quelle: Symbolbild (Archiv)

Langenhagen. Die erste Reaktion zu der jetzt von der Landesregierung zugesagten Unterstützung in Höhe von 1,26 Millionen Euro für die von der Stadt angeschobenen Programme "Soziale Stadt" in Wiesenau und "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" in der Kernstadt Nord/Walsroder Straße fällt aus dem Rathaus eher knapp aus: "positiv". Die Förderung entspreche denen "der Antragstellung und unseren inhaltlichen Zielvorstellungen an die jeweiligen Programmkomponenten", teilte Stadtsprecherin Juliane Stahl auf Anfrage mit.

Ihren Angaben zufolge seien in diesem Jahr "die Aufstellung eines Rahmenplanes für die jeweiligen Fördergebiete vorgesehen". Dieser stelle die wichtigste Grundlage für das weitere Sanierungsverfahren dar. Das bedeutet konkret, dass "ein Drittel der Gesamtkosten für das Jahr 2016 in die Planung und eventuell in erste Maßnahmen investiert" werden solle, erläutert die Stadtsprecherin. "Letztere stehen noch nicht fest." Die Verwaltung investiert in Wiesenau 333333 Euro, im Zentrum noch einmal 300000 Euro. "Jedoch weisen wir darauf hin, dass bisher weder ein Bewilligungsbescheid des Niedersächsischen Ministeriums, noch der NBank vorliegen", hebt Stahl hervor. Weitere Fördertöpfe für die beiden Vorhaben würden von der Stadtverwaltung derzeit nicht in den Blick genommen.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Marco Brunotte erinnert daran, dass bereits ein Jahr zuvor die Stadt mit beiden Projekten in den Genuss der Förderung gekommen sei. "Die Förderung des Städtebaus ist insbesondere in der heutigen Zeit extrem wichtig", betont der Langenhagener SPD-Chef. Denn "neben städtebaulichen Effekten trage sie zu einer erheblichen Wertschöpfung und einer beschäftigungswirksamen Verbesserung der Auftragslage in der niedersächsischen Bauwirtschaft bei", meint er. "In der Regel ziehe ein Euro öffentlicher Förderung bis zu acht Euro an Folgeinvestitionen nach sich."

Speziell in Wiesenau erhalte der seit mehreren Jahren mit Hilfe der KSG begonnene Prozess so weitere Impulse. "Dabei soll auch der Quartierstreff zur Aktivierung der Menschen eine wichtige Rolle spielen", hebt Brunotte hervor. Für ihn bedeute das Programm " einen wichtigen Schritt in Sachen soziale Integration. "Benachteiligte Quartiere sollen somit stabilisiert und aufgewertet werden“, sagt der SPD-Bauexperte.

In der Kernstadt solle das Quartier um Hermann-Löns-Schule und Bahnhof Pferdemarkt ebenfalls aufgewertet werden. „Der gesellschaftliche Wandel und die Flüchtlingssituation stellt unsere Städte und Gemeinden vor große Herausforderungen“, betont Brunotte, „mit dem Programm ist eine gute Entwicklung für die Gebiete in Langenhagen möglich."

Von Sven Warnecke

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