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Kolja Dreschers Traum wird wahr

Langenhagen Kolja Dreschers Traum wird wahr

Kolja Drescher hat es geschafft: Der ehemalige IGS-Schüler hat mit einem Spendenaufruf in der Nordhannoverschen Zeitung genug Geld gesammelt, um in Namibia einen Spielplatz für Waisenkinder bauen zu können. Der Abiturient arbeitet seit August 2014 als Freiwiliger in einem namibischen Gemeindezentrum.

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Möglich gemacht hat die Spielgeräte Kolja Drescher.

Quelle: Privat

Langenhagen. Nach dem Abitur steht den Absolventen sprichwörtlich die Welt offen, um Spuren zu hinterlassen - heißt es. Viele beginnen sofort ein Studium, einige auch eine Ausbildung. Nicht so der 20-jährige Kolja Drescher. Für den ehemaligen Schulsprecher der IGS Langenhagen stand fest, erst einmal in den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst „weltwärts“ nach Afrika zu gehen. Seit August letzten Jahres arbeitet er im Norden Namibias in der Stadt Ongwediva im Sam Nujoma Multi-Purpose Centre (SNMPC).

In dem kommunalen Gemeindezentrum gibt es ein Programm, das ihm sehr ans Herz gewachsen ist. „Es handelt sich um das ,Bright Future-After-School‘-Programm“, sagt Drescher. Es richtet sich an 180 Kinder, zumeist Waisen oder Halbwaisen. Sie kommen montags, mittwochs und freitags in das SNMPC. Dabei erhalten sie eine warme Mahlzeit, zudem auch Hausaufgabenhilfe. Auch Freizeitangebote wie Malen und Singen stehen im Programm. Doch es fehlt an vielem, etwa einer parallelen Freizeitbeschäftigung. Es mangelt schlichtweg an Geld. Denn durch HIV und Armut sind die Lebensumstände der Kinder extrem schlecht.

Drescher wollte helfen. Über diese Zeitung warb er um Spenden für seine Vision - einen Kinderspielplatz. Mit der angepeilten, für den Bau notwendigen Summe von 14 685 Dollar - allerdings namibischer, nach aktuellem Wechselkurs also etwa 1130 Euro - blieb die Investition durchaus überschaubar. Nach dem Zeitungsbericht spendeten in der Folge 43 Menschen stolze 1996 Euro. „So konnten auch noch Spielmaterial, Lernbücher und sogar ein Erste-Hilfe-Koffer angeschafft werden“, berichtet Drescher, der den Spendern mehr als dankbar ist, das kaum in Worte fassen kann.

Jetzt sind Klettergerüst, Rutsche und Schaukel für die Kinder freigegeben worden. „Die Kids waren ganz aufgeregt“, sagt Drescher, dessen Zeit in Namibia Mitte August endet. Doch dort hat er Spuren hinterlassen. Gewiss.

Einfach nur mal Danke sagen

Kolja Drescher kennt viele der Spender, doch etwa die Hälfte kann er nicht persönlich erreichen, da sie von seiner Aktion aus dieser Zeitung erfahren haben. Deshalb bittet er die Redaktion, seine E-Mail-Adresse für ein Dankesschreiben zu veröffentlichen. Und das tun wir hiermit gern: ravel.bolero@web.de. Denn jeder Spender soll ein Zertifikat zum Dank von dem Gemeindezentrum bekommen, sagt Drescher. Jeder, der ein derartiges Schreiben haben möchte, möge sich an die E-Mailadresse wenden, wirbt der Langenhagener.  Wer zudem einen Überblick über die Ausgaben für den Spielplatz haben möchte, wird im Internet fündig.

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