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Kommt doch Komplett-Abriss?

Langenhagen Kommt doch Komplett-Abriss?

Das detaillierte Baugutachten für den E-, F- und G-Trakt am Schulzentrum offenbart einen immensen Sanierungsbedarf. Unterdessen schält sich heraus, dass der Erhalt der Bauten keineswegs für das aktuelle Konzept der IGS ausreicht.

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Diese Brandschutztür im E-Trakt des Schulzentrums ist mit einem Schloss verriegelt. Oehlschläger

Quelle: Nils Oehlschläger

Langenhagen. Zunächst klingt es wie eine nüchterne Aufzählung: Am E- und F-Trakt müssen sämtliche Außenwände demontiert und ersetzt werden, außerdem ist das Dach seit 30 Jahren unberührt. Im G-Trakt müssten Innenwände hochgezogen werden, um dem Brandschutz zu entsprechen. Und überhaupt fehlen diverse Brandschutztüren, vorhandene müssen ersetzt werden, weil sie nicht mehr schließen.

Vorgelegt hat die insgesamt 27 Seiten umfassende Machbarkeitsstudie jenes Architekturbüro, das vor rund einem Jahr eine erste Ahnung vom Brandschutzdesaster am Schulzentrum hatte. Bei der für alle Schulen von der Stadt bestellten Bau-Analyse war dem Team um Carsten Laes manche Ungereimtheit aufgefallen. Das Gutachten von Daniel Stürzl brachte dann die Gewissheit: Die Trakte A, C und H müssen abgerissen, die übrigen Trakte können saniert werden.

Ob dies sich jedoch lohnt, wird nun die politische Debatte zeigen. Auch eine Sanierung, so die Architekten, könne nicht im laufenden Schulbetrieb stattfinden. Für die Sanierung der drei Trakte wären zudem rund 20 Millionen Euro zu investieren, für einen Neubau gut 32 Millionen. Aber dafür, darauf wiesen sowohl Laes als auch Stadtbaurat Carsten Hettwer jetzt im Stadtplanungsausschuss angesichts der Machbarkeitsstudie hin, „bekommen Sie nur genau die Schule wieder, die dort jetzt steht“.

Dass die darin befindlichen Räume jedoch keinesfalls den heutigen pädagogischen Bedürfnissen einer Gesamtschule entsprechen, daran ließen in der Sitzung sowohl der scheidende Leiter Wolfgang Kuschel wie auch sein Nachfolger Timo Heiken keinen Zweifel. „Wenn wir gemäß unseres Konzeptes einen ganzen Jahrgang räumlich zusammenhalten wollen, passen in diese Trakte weder Differenzierungsräume noch Lehrerstationen - von Räumen für die Inklusion oder Sprachlernklassen ganz zu schweigen“, betonte Heiken gestern auf Nachfrage dieser Zeitung.

Hettwer hatte schon in der Sitzung auf diese sich abzeichnende Debatte hingewiesen, wenn auch aus einem weiteren Grund. „Ich hege weiterhin große Zweifel, dass beide Schulen - wie vom Rat beschlossen - dort Platz finden werden.“ Die Stadt wird jetzt eine Beschlussdrucksache vorbereiten.

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