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Kommunalpolitiker sind sich in Sachen Landesgartenschau nicht grün

Langenhagen Kommunalpolitiker sind sich in Sachen Landesgartenschau nicht grün

Neues aus dem Langenhagener Garten Eden: Bei Walter Vogel blüht eine in Deutschland einzigartige Pflanze - die von ihm kultivierte Blutblume. Unterdessen äußert er massive Kritik an Langenhagens Kommunalpolitik. Sie haben der Stadt mit ihrer Absage zur Landesgartenschau einen Bärendienst erwiesen.

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In Deutschland einmalig: Walter Vogel ist stolz auf seine selbst kultivierte Blutblume.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Der Garten Eden wird in der griechischen Übersetzung als Paradies bezeichnet. Mit Sicherheit meinte der Verfasser damit nicht Langenhagen. Dennoch gibt es ihn in der Stadt: an der Kastanienallee. Hüter dieses Kleinods ist Walter Vogel. Nun hat der mit Dutzenden Medaillen ausgezeichnete Gärtner eine absolute Rarität zum Erblühen gebracht – die von ihm kultivierte Blutblume. Das Zwiebelgewächs von der Sorte König Albert, botanisch Haemanthus genannt, gibt es seinen Angaben zufolge nur einmal, nämlich in Langenhagen. Das Besondere an seiner Pflanze seien die viel größeren Blüten.

Trotz der blumigen Pracht, die den pensionierten Gärtner, der seinen einstigen Beruf als Berufung bezeichnet und nun als Rentner weiterlebt, tagtäglich umgibt, hat er auch Grund zur Kritik. Vogel meint die Haltung der Langenhagener Kommunalpolitik zu der Idee, die Landesgartenschau 2012 in die Flughafenstadt zu holen.

„Weil die sich nicht einig waren“, kritisiert der 71-Jährige und bezeichnet das Verhalten der Akteure als „dumm“. Schließlich hätte die Großveranstaltung die Stadt weit nach vorn gebracht, so sie denn ordentlich geplant worden wäre. Immerhin liege Langenhagen für eine Landesgartenschau geografisch ideal. Es gebe gute Verkehrsanbindungen, sogar einen Flughafen. Außerdem lebten und arbeiteten in der gesamten Region viele passionierte Hobbygärtner und vor allem auch gute Betriebe – von öffentlichen Grünflächen ganz zu schweigen.

Im vergangenen Jahr habe die Stadt Bad Essen vorgemacht, wie eine Landesgartenschau mit großem Erfolg durchgezogen werden kann. „Dort waren sich alle Verantwortlichen einig und haben an einem Strang gezogen“, sagt Vogel.

Vermutlich auch deshalb habe die Stadt am Ende auch schwarze Zahlen nach der Schau geschrieben. „Doch die Chance ist für Langenhagen vertan und kommt nicht wieder“, ist sich Vogel sicher. Geblieben seien lediglich immense Planungskosten – fast 90.000 Euro.

Die Chance ist für Langenhagen vertan.

Sven Warnecke

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