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Geständnis wirkt strafmildernd

Krähenwinkel Geständnis wirkt strafmildernd

Beim Osterfeuer 2014 am Krähenwinkeler Waldsee hatte sich ein 21-jähriger Langenhagener der Körperverletzung strafbar gemacht. Weil er ein Geständnis ablegte, wurde er vom Amtsgericht Burgwedel jetzt nur zu einer Geldstrafe von 600 Euro verurteilt. Außerdem wurde ihm ein Bewährungshelfer zugewiesen.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Langenhagen. Das Gericht berücksichtigte auch seine damalige Lebenssituation.

Vorsätzliche und versuchte Körperverletzung von anderen Besuchern in jeweils mehreren Fällen sowie gegenüber Polizeibeamten Widerstand, Beleidigungen und vorsätzliche Körperverletzung - beim Osterfeuer 2014 am Krähenwinkeler Waldsee hat sich der Angeklagte Z. ziemlich danebenbenommen. „Ich bereue mein Verhalten. Ich stand komplett neben mir und habe viel zu viel getrunken“, sagte der 21-Jährige gestern vor dem Amtsgericht Burgwedel und legte gegenüber Richterin Franziska Vandrey ein Geständnis dieser Taten ab.

Die Strafe: Der junge Mann wird zu einer Ratenzahlung von 600 Euro verurteilt, das Geld kommt einer sozialen Einrichtung zugute. Außerdem erhält er einen Bewährungshelfer. Er darf sich während einer Zeit von zwei Jahren keine weiteren Verfehlungen leisten. „Denn sonst sehen wir Sie hier wieder, und das wollen wir ja nicht“, sagte Vandrey.

Die Richterin wandte das Jugendstrafrecht an. Denn Z., der zum Tatzeitpunkt 19 Jahre alt war, galt in ihren Augen aufgrund einer instabilen Familiensituation als noch nicht gefestigt im Leben stehender Heranwachsender. Strafmildernd wirkte sich zudem aus, dass der Angeklagte ein Geständnis abgelegt hat sowie die Tatsache, dass er in den vergangenen drei Jahren nur noch wegen Beleidigung und Leistungserschleichung aufgefallen war - sein Strafenkatalog aus den Jahren 2011 und 2012 gibt etwas mehr her.

Beim Osterfeuer 2014 hatte der stark alkoholisierte (1,53 Promille) und unter dem Einfluss berauschender Mittel stehende Z. einer jungen Frau mittels eines Ellenbogenschlags eine Kehlkopfprellung zugeführt, eine andere Frau zu Boden geschubst. Einem der verständigten Polizeibeamten führte er eine Schädelprellung zu und beleidigte ihn mehrfach obszön.

Von Stephan Hartung

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