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Personalnot bei Kinderbetreuung

Langenhagen Personalnot bei Kinderbetreuung

Der Grundschulstandort Kaltenweide kommt nicht zur Ruhe: Im Hort fehlt Personal, deshalb müssen Gruppen zeitweise schließen. Die CDU im Ortsrat will den Altbau nun durch einen Neubau ersetzen. Ein kleines Ventil könnte der Beschluss der Stadt sein, die Adolf-Reichwein-Schule dreizügig zu belassen.

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Wer darf das neue Kinderhaus in Kaltenweide nutzen? Die Grundschule oder der Hort? Der Streit darum ist noch lange nicht befriedet.

Quelle: Haslob Kruse + Partner/Stadt Langenhagen

Langenhagen. Bislang ging es um Container. Und um die Frage, ob der Hort aus diesen nach zehn Jahren in das neue Kinderhaus umziehen kann. Ein jetzt kurzfristig anberaumter Elternabend aber hat gezeigt: der Hort an der Zellerie und in Krähenwinkel hat bereits ganz andere Sorgen. Kurz: Es fehlt an Personal. Und dies nicht nur dort.

Den Eltern wurde berichtet, es seien im Zellerie-Haus derzeit diverse Stellen unbesetzt. Hinzu kämen mehrere längerfristige Krankschreibungen. Würde der Stellenplan ernst genommen, müssten regelmäßig Gruppen geschlossen werden. Auch im Hort an der Brinker Schule seien viele Stellen derzeit nicht besetzt. Gleiches gelte für Krähenwinkel.

Auf Nachfrage dieser Zeitung bestätigt Langenhagens Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karrasch eine grundsätzlich angespannte Personalsituation, die aktuell durch eine enorme Krankheitswelle verschärft werde. Dies gelte auch für die Personalabteilung der Stadtverwaltung, welches sich auch auf die Neueinstellung und die Betreuung der Mitarbeiter nicht förderlich auswirke. "Weil der Markt für die Erzieher-Berufe komplett leergefegt ist, hat die Stadt eine permanente Ausschreibung laufen." Dem Vernehmen nach fielen die letzten beiden monatlich angesetzten Vorstellungstermine mangels Bewerbern aus. Wer sich melde, könne sich die Arbeitsstelle inzwischen aussuchen. Eine Entlastung, so Jugendamtsleiterin Heidi von der Ah auf Nachfrage, bringe der Ratsbeschluss ausschließlich unbefristete Stellen anzubieten. "Dadurch wird unser Personalstamm ganz automatisch langfristig belastbar anwachsen."

Gotzes-Karrasch berichtete dieser Zeitung, die zwischenzeitlich genannte Lücke von rund 70 Hortplätzen in Kaltenweide sei noch in Bewegung. Rund 20 Plätze könnten durch eine ab Sommer frei werdende Kindergartengruppe aufgefangen werden. "Dies würde durch das vorhandene Personal geleistet werden." Wie viele Hortplätze darüber hinaus noch benötigt werden, stelle sich erst noch heraus. "Wir haben erneut alle Eltern angefragt, also auch jene, die sich eigentlich schon mit Hilfe des Fördervereins eine Betreuung organisiert hatten." Von diesem Ergebnis hänge auch ab, ob die Stadt den Antrag der Febel empfehlen soll: Danach möchte der freie Träger in Kaltenweide in seinem zurzeit im Bau befindlichen Gemeindehaus eine zusätzliche Hortgruppe anbieten.

Entlastung könnte auch eine andere Nachricht bieten: So nimmt die Adolf-Reichwein-Schule in Wiesenau entgegen anders lautender Gerüchte bis Ende des Monats Anmeldungen für das kommende Schuljahr an. Für diese Ganztagsgrundschule gelten in Langenhagen keine Schulbezirksgrenzen. "Außerdem vertagt die Stadt die Verkleinerung der Schule auf zwei Züge bis auf weiteres", berichtete Gotzes-Karrasch. "Wir werden im kommenden Jahr erneut die Zahlen überprüfen und dann entscheiden, ob wir den Anstoß noch einmal verfolgen werden."

Neuer Antrag für den Ortsrat

Die CDU im Ortsrat Kaltenweide wird in der Sitzung am 3. Mai nun auch ihrerseits einen Antrag vorstellen. Danach soll die Stadt prüfen, ob anstelle des Anbaus ein zweigeschossiger Neubau entstehen darf. Im Altbau sind derzeit ein Raum vorhanden, der vom Förderverein der Grundschule zur Betreuung genutzt wird, sowie ein Klassenraum des dritten Jahrgangs, der Musikraum und eine Toilettenanlage. SPD und Grüne werden an diesem Abend ihren Vorstoß erläutern, nachdem das geplante Kinderhaus der Schule zugeschlagen werden soll. Dafür soll nach einem Wegzug der Feuerwehr auf deren Gelände ein neuer Hort gebaut werden. 

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Die Mitarbeiter des Hortes an der Zellerie beharren darauf, nach zehn Jahren aus den Containern ins Kinderhaus umziehen zu dürfen.

Quelle: privat

Von Rebekka Neander

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