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Künstler setzt Figuren in Szene

Krähenwinkel Künstler setzt Figuren in Szene

Sie tauchen auf, schemenhaft, manchmal fast auf einen Strich reduziert, dann wieder umfangreicher, deutlicher: die typischen Gestalten Jürgen Maroses. So beschreibt Frauke Engel in ihren einleitenden Worten zu der Ausstellung des im Rheinland geborenen Künstlers dessen Bilder.

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Simone Westphal (links) und Inge Röttger, Mitarbeiterinnen der Galerie Depelmann, zeigen ein Bild aus der aktuellen Ausstellung von Künstler Jürgen Marose.Jarolim-Vormeier

Quelle: Jarolim-Vormeier

Langenhagen. Bei manchen Gemälden fehlten sie ganz, aber bei den meisten seien sie gegenwärtig - nah und doch fern. Jetzt sind seine Bilder in der Galerie Depelmann zu sehen.

Die Personen bleiben immer Chiffren oder Schatten ihrer selbst. Sie sind schwarz, ganz Umriss. Getuscht wirken sie, verwischt, wenig konkret und mit keinerlei Individualität versehen. Entfernt erinnern sie an die grandiosen, skizzenhaften Stierkämpfer aus Picassos Werken. Keine der Figurinen Maroses tritt erkennbar hervor, wird ein Mensch mit Persönlichkeit und Gesicht. Zuerst als etwas Greifbares in einer mächtigen Umgebung erkannt, entpuppen sie sich als ungreifbar und entrückt.

Sie sehen aus wie Staffagefiguren, die eine Komposition auch pointieren. Aber sie sind noch mehr: Abbilder, Gedankenfetzen, gefühlte Spiegelungen unserer Seele und unserer Einordnung. Zuweilen wirken diese Figuren Maroses fast verloren in der Größe des Raumes. Manchmal werden sie deutlich als Kontur in den Vordergrund gerückt. Sie sind unterwegs in den Weiten der Natur: Wüsten, Strände, Felder, Wege in Dünen oder über Land, Szenen am Wasser, in den Berge, tauchen aus dem Nebel auf. Brücken, Boote, Häuser sind schemenhaft sichtbar. Bei manchen Motiven erscheint die Natur sehr gewaltig und im nächsten Bild wieder ruhig und still. Und die Landschaft wirkt unsäglich weit und karg und öd.

Jürgen Marose verwendet bei seinen Bildern eine Mischtechnik auf Leinwand. Der 63-Jährige schichtet Farben. Dadurch kommen seine Landschaften besonders zum Ausdruck. Seine Arbeiten sind bis zum 28. November in der Galerie Depelmann an der Walsroder Straße 305 zu sehen.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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