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Im Sommer zieht es die Kunst ins Freie

Langenhagen Im Sommer zieht es die Kunst ins Freie

Der Sommer des Kunstvereins steht unter den Themen Landschaftskunst und Kollaboration. Den Auftakt zur neuen Saison bildet eine Zusammenarbeit mit der Hamburger Galerie für Landschaftskunst. Zudem kooperieren beim Landschaftskunstprojekt IntraRegionale einige Kunstvereine aus der Region.

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Freies Denken: Ursula Schöndeling vom Kunstverein Langenhagen füllt den Sommer mit Landschaftskunst.

Quelle: Oehlschläger

Langenhagen. Hat der Mensch ein Problem, muss er nachdenken, um für dieses eine Lösung zu finden. Doch der Horizont des Einzelnen ist begrenzt. Kommen stattdessen mehrere Menschen zusammen und tauschen sich aus, entstehen unterschiedlichste Ideen. Nicht umsonst lassen Unternehmen oder Regierungen ihre Probleme in Konferenzen besprechen. Denn so funktioniert im Ansatz auch die Demokratie.

Neue Ideen verspricht sich auch Ursula Schöndeling, die Geschäftsführerin des Kunstvereins, von den Veranstaltungen im Sommer. Mit einer Ausstellung der Galerie für Landschaftskunst aus Hamburg beginnt das erste Projekt des neuen Jahresprogramms. Dieses soll das übergeordnete Thema „Kollaboration“ haben. Damit ist mehr als schlicht Arbeitsaufteilung gemeint, denn Folge des Zusammentuns soll ein Wissenserwerb auf Augenhöhe sein.

„Es soll ein Austausch zwischen Menschen verschiedener Kulturen geschaffen werden“, sagt Schöndeling. Mit dem neuen Programm folge der Kunstverein Langenhagen seinem Anspruch, zeitgenössische Themen mit Ausstellern aus der ganzen Welt abzubilden. Bezug nimmt der Austausch von Gedankengut auch auf die Schutzsuchenden und Vertriebenen aus dem nahen und mittleren Osten sowie Teilen Afrikas. Die Ausstellungen sollen ferner mehr sein als ein paar aufgehängte Bilder, sagt Schöndeling. Sie sollen Ideen zulassen, die zuvor nicht greifbar gewesen wären.

Landschaften neu denken

Die Aussteller aus der Galerie für Landschaftskunst in Hamburg zeigen ab Sonntag, 29. Mai, zwei ihrer Projekte beim Kunstverein. Einmal haben sie ein Gebiet um den übernutzten Fluss Emscher im Ruhrgebiet zum Land der Fünf finalen Handlungen erklärt. Durch das Langzeitprojekt wurde dem Gewässer der Nutzen entzogen. Die hypothetische Schließung für die Binnenschiffart auf der sogenannten „Freien Flusszone Süderelbe“ soll durch die Beteiligung verschiedenster Interessensvertreter dargestellt werden. Dazu zählen beispielsweise Künstler, Planer, Anwohner oder wissenschaftliche Experten. Gesucht wird eine neue Vision für das Flussgebiet. Ausstellungsende ist am Sonntag, 24. Juli.

Kollaboration der Kunstvereine

Wie lassen sich die Charaktere der Regionskommunen in Bilder fassen? Das wollen zehn Kunstvereine aus dem Umland Hannovers beim Landschaftskunstprojekt IntraRegionale zeigen? Vom Hermannshof in Springe über den Meerkunstraum in Wunstorf bis zum Kunstverein Imago in Bissendorf wollen die Aussteller einen für die jeweilige Kommune typischen Ort zeigen. Dafür lässt beispielsweise der Künstler Victor López Gonzáles in seiner Installation eine Mischung aus Rettungsdrohne und Schlauchboot in den Langenhagener Wietzepark stürzen. Am Sonntag, 12. Juni, soll zum Auftakt eine geführte Bustour durch die Region zu allen Ausstellungsplätzen unter freiem Himmel führen.

Weiterführende Informationen zu den Ausstellern und Projekten gibt es im Internet auf kunstverein-langenhagen.de.

Von Nils Oehlschläger

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