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Land gibt grünes Licht für neues Gymnasium

Langenhagen Land gibt grünes Licht für neues Gymnasium

Jetzt ist es amtlich: Das Land erlaubt den Bau des Gymnasiums an der Rennbahn trotz der Nähe zum Flughafen. Der Rat stimmt dem Kauf des Areals zu. 

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Noch muss das Gymnasium mit provisorischen Fluchtwegen und Containern auskommen. Doch die Vorbereitungen für den Neubau können jetzt beginnen. 

Quelle: Neander (Archiv)

Langenhagen.  Es waren bange Wochen. Doch jetzt ist die erlösende Nachricht da: Das federführende Landwirtschaftsministerium in Hannover erlaubt den Bau des Gymnasiums an der Rennbahn. Und dies, obwohl die Hälfte des in Rede stehenden Areals in den Siedlungsbeschränkungsbereich des Flughafens ragt. Nach Prüfung aller Stellungnahmen aus den beteiligten Ministerien sowie der Kommunen Hannover und Isernhagen hat Landwirtschaftsminister Christian Meyer quasi als eine seiner letzten Amtshandlungen am Freitag der Stadt die gute Nachricht übermitteln lassen. 

Verfahren kostete Nerven

Dass dieses sogenannte Zielabweichungsverfahren am Ende doch einige Nerven bei Stadt und Schulleitung kosten würde, hatten die beteiligten Planer zu Beginn des Verfahrens nicht geahnt. Denn der Gesetzestext, so hieß es zwischenzeitlich, könne so oder auch so interpretiert werden. Dass das Land die Wahl des Grundstücks an der Rennbahn, um das lange und sehr vehement in Politik und Verwaltung gerungen worden war, letztlich hätte verneinen können, war dann doch eine gelinde Überraschung. 

„Das für Raumordnung zuständige Landwirtschaftsministerium“, hieß es am Dienstag nun aber in einer Stellungnahme des Ministeriums an diese Zeitung, „hat dem Antrag der Stadt Langenhagen auf eine sogenannte Zielabweichung vom Landes-Raumordnungsprogramm (LROP) zugestimmt.“ Somit könne die Stadt ausnahmsweise am Standort „An der Rennbahn“ den Neubau eines Gymnasiums realisieren. Laut dem geltenden LROP dürfen dort „eigentlich wegen zu erwartender Lärmbelastung keine neuen Wohnbauvorhaben und keine sensiblen Einrichtungen wie Schulen oder Wohnheime geplant werden“. 

Minister Meyer zeigt sich erfreut

Agrarminister Meyer zeigte sich erfreut über die Einleitung des Verfahrens im Sinne des dringend benötigten Schulbaus: „Da vor Ort keine Einwendungen erhoben wurden, freue ich mich, dass wir dem Antrag zustimmen konnten und die Stadt Langenhagen Grünes Licht erhält für den dringend benötigten Schulneubau.“ Der Stadt werde dort trotz der Nähe zum Flughafen ausnahmsweise eine städtebauliche Perspektive geboten und der Bau eines Gymnasiums ermöglicht. „Ich begrüße diese Entscheidung ausdrücklich, denn sie soll sicherstellen, dass die Schülerinnen und Schüler in Langenhagen auch in Zukunft genug Platz und einen angemessenen Rahmen für ihre Ausbildung erhalten. Ich erwarte, dass die Stadt ihrerseits die Lärmbelastung für Schüler und Lehrer dauerhaft durch entsprechende bauliche und technische Maßnahmen minimiert.“

Neun Stellen mussten zustimmen

Für das Zielabweichungsverfahren (ZAV) wurden neun betroffene Stellen beteiligt, darunter neben anderen Ministerien die Region und die Stadt Hannover sowie das Forstamt Fuhrberg. „Alle“, so heißt es in der Stellungnahme, „haben ihr Einvernehmen zu einer Zielabweichung erklärt. Die Prüfung des Antrags umfasste auch mögliche Alternativstandorte, die sich aber als ungeeignet herausstellten.“ Gemeint sind die gegenüberliegenden Rieselfelder, deren Bebauung die Politik immer kategorisch ausgeschlossen hatte, durch die Stadt aber sicherheitshalber immer in die Prüfung einbezogen worden waren. Im Zuge des Verfahrens hatte die Rathausverwaltung jedoch ausdrücklich den Ausschluss der Fläche begründen können. „Letztlich konnte dem ZAV jetzt zugestimmt werden, da es unter raumordnerischen Gesichtspunkten vertretbar ist und die Grundzüge der Planung nicht berührt werden“, schreibt das Ministerium.

 Schon in der Ratssitzung am Montagabend hatte Langenhagens Stadtbaurat Carsten Hettwer diese Nachricht den Politikern und Zuschauern überbracht. Im anschließenden nichtöffentlichen Teil der Sitzung stimmte der Rat entsprechend für den längst ausgehandelten Kauf des Areals von der Landeshauptstadt Hannover. „Wir können mit dieser Nachricht nun auch sofort mit dem Wettbewerb für den Neubau beginnen“, betonte Hettwer. 

Von Rebekka Neander

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