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Baustelle wird zu Müllplatz

Langenhagen Baustelle wird zu Müllplatz

Ein alter Reifen, nicht mehr benötigte Schuhe, leere Flaschen und eine tote Ratte: Seit Tagen füllt sich eine Baugrube an der Kreuzung Walsroder Straße/Rathenaustraße mit Unrat. Dabei sind die Arbeiten an der Stelle schon seit Wochen beendet.

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In der Baugrube liegt zwischen Reifen, Schuh und Flasche auch eine tote Ratte.

Quelle: Antje Bismark

Langenhagen. Anfang Juli beschädigten offenbar Bauarbeiter, die derzeit die Fahrbahn der Walsroder Straße sanieren, ein Telefonkabel. Das führte dazu, dass der Tierarzt Ulrich Schoeneberg in seinem Haus samt Praxis zwischen dem 8. und 13. Juli weder das Internet noch das Telefon nutzen konnte. „Kein Anschluss unter dieser Nummer“ hieß es in der Zeit auch für seine Frau Kerstin, die als Zahnärztin in Hannover arbeitet und im Notdienst sowie Homeoffice auf die Verbindungen angewiesen ist.

„Wir haben jeden Tag mehrfach beim Störungsdienst angerufen“, sagt Ulrich Schoeneberg. Und seine Mitarbeiterin Nadine Spanheimer ergänzt, dass diese Telefonate dann wiederum die Anrufweiterleitung blockierten, die die Tierarztpraxis für das Handy eingerichtet hatte. Das Ärgerlichste aus Sicht Schoenebergs: Die Telekom habe immer den Fehler im Haus vermutet und den Hinweis auf die Bauarbeiten ignoriert. Erst nach einer Woche kam ein Servicetechniker. Er fand den Fehler außerhalb des Hauses, konnte das beschädigte Kabel aber nicht reparieren.

Das übernahm eine Woche später ein Kollege, er deckte das neue Kabel aber nicht richtig ab. „Dann floss Wasser rein, und das Ganze begann von vorn“, berichtet Spanheimer. Deshalb musste nach Aussage Kerstin Schoenebergs ein Bagger anrücken, der dann bis zum Anschlusspunkt den Gehweg aufriss. Die Arbeiter und Techniker rückten ab, die Baustelle mit dem offen zugänglichen Kabel aber blieb. Seitdem sammelt sich dort der Müll.

„Inzwischen waren wir drei Wochen im Urlaub und hatten gehofft, dass nach der Rückkehr alles erledigt ist“, sagt der Tierarzt. Die Hoffnung habe sich nicht erfüllt. „Deshalb habe ich am 2. September noch einmal angerufen“, sagt Spanheimer. Die Telekom-Mitarbeiterin habe im Gespräch eingeräumt, dass ihr Unternehmen die Baustelle offenbar vergessen habe. Sie sollte im Laufe der vergangenen Woche geschlossen werden - doch am Montag präsentierte sich das mehrere Meter große Loch noch mit Unrat und einer toten Ratte.

Die Telekom konnte auf Anfrage nicht erklären, weshalb die Baustelle seit acht Wochen besteht - sagte aber schnelle Hilfe zu.

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