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Eltern parken rücksichtslos

Langenhagen Eltern parken rücksichtslos

Parken im Halteverbot, Wendemanöver zwischen Pollern, geöffnete Türen ohne Rücksicht auf Fußgänger: Vor der Hermann-Löns-Schule bietet sich jeden Morgen das gleiche Bild, wenn Eltern ihre Kinder mit dem Auto bringen.

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Hier geht's lang: Der Kontaktbeamte Dirk Schell zeigt den Weg von der Martin-Luther-Straße aus.

Quelle: Bismark

Langenhagen. Dabei hatten Schulleitung, Polizei und Stadt auf eine Entspannung in der Niedersachsenstraße gesetzt, weil die Jungen und Mädchen eigentlich sehr entspannt von der Martin-Luther-Straße durch eine Pforte aufs Schulgelände gehen können. „Möglicherweise hat sich bei den Eltern noch nicht herumgesprochen, dass die Straße saniert ist und dort extra ein Wendehammer gebaut wurde“, sagt der Kontaktbeamte Dirk Schell.

Er beobachtet das Verkehrsgeschehen vor der Grundschule schon seit Jahren und betont, dass Eltern wissentlich gegen die Verkehrsregeln verstoßen: Eingeschränktes Halteverbot bedeute, dass der Fahrer das Auto nicht verlassen dürfe. Absolutes Haltverbot untersage, dass der Fahrer überhaupt stoppe. Beide Verkehrsschilder würden jedoch mehrmals am Morgen beim Bringen und mittags beim Abholen missachtet, weiß auch Schulleiterin Petra Adolph. Sie habe deshalb die Eltern der neuen Erstklässler im Mai auf die Situation aufmerksam gemacht, in der vergangenen Woche bei einem Elternabend auf neuen Haltemöglichkeiten in der Martin-Luther-Straße hingewiesen. „Nun schicke ich noch einmal einen Elternbrief los“, kündigt sie an.

Denn weil Eltern wegen eigens aufgestellter Poller nicht mehr auf die Gehwege zum Anhalten fahren können, weichen sie nun in die Karl-Kellner-Straße aus. Dort aber gibt es beim Friedhof kein Durchkommen, sodass Adolph und ihre Kollegen zum Teil irrwitzige Wendemanöver beobachten. „Das ist alles unnötig“, sagt sie.

Gegen die morgendlichen Halteprobleme kämpfe auch die Stadt, wie eine Mitarbeiterin aus der Ordnungsbehörde sagt. Sie kontrollierte gestern Morgen an der Niedersachsenstraße die Eltern. Verständnis, sagt sie, habe fast niemand, den sie auf das Fehlverhalten anspreche. „Die meisten sind einfach nur genervt“, berichtet sie aus der täglichen Arbeit und fügt hinzu, das Halten auf dem Gehweg koste 20 Euro, das Stoppen im Halteverbot 10 Euro. „Das nehmen die Eltern in Kauf.“

Das Problem betreffe nicht allein die Hermann-Löns-Schule, sondern alle Grundschulen. Besonders schlimm sei die Situation auch an der Zellerie in Kaltenweide, nachmittags an der IGS-Süd, an der Friedrich-Ebert-Schule sowie in Krähenwinkel und Engelbostel.

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