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Handy hilft bei Sprachbarriere

Godshorn Handy hilft bei Sprachbarriere

Derzeit sind Jugendliche aus der französischen Partnerstadt Le Trait in Godshorn und tauschen sich mit deutschen Jugendlichen in Workshops aus. Es geht um Vorurteile und Gemeinsamkeiten und um das Knüpfen neuer Freundschaften. Und bei Sprachprobleme hilft: das Smartphone.

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Die Jugendlichen üben in einem Percussionworkshop Musikstücke ein.

Quelle: Hartung

Godshorn. Seit wenigen Tagen sind sie in Godshorn, der Perle Langenhagens, wie man dort mit vollem Selbstverständnis sagt. Und die Perle glänzt von ihrer besten Seite, das Partnerschaftskomitee Godshorn-Le Trait hat wieder einmal ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt.

„Schön, dass wir hier sind, die Busfahrt war fast schon zu lang“, sagt Noémie. Zusammen mit 18 weiteren Jugendlichen aus Godshorns Partnerstadt Le Trait war die Zwölfjährige am vergangenen Mittwoch um 5.30 Uhr in der Normandie aufgebrochen, um 20 Uhr kamen alle im Langenhagener Ortsteil an.

In den ersten Tagen nach der Ankunft standen Workshops im Mittelpunkt. So sammelten die Jugendlichen beider Nationen etwaige Vorurteile, aber auch Gemeinsamkeiten über Personen des jeweiligen Nachbarlandes. Später versammelten sich alle Teilnehmer - auf Godshorner Seite sind 23 Jugendliche dabei - in der Kirche Zum Guten Hirten und nahmen an einem Percussionworkshop teil.

Birte Röver, die zusammen mit den weiteren Komiteemitgliedern Alina Martens und Yvonne Riedelt das Programm vorbereitet hatte, konnte mit Frauke Hohberger sogar eine professionelle Künstlerin aus Godshorn verpflichten. Die eingeübten Stücke führten die Jugendlichen schließlich in der Kirche einem aus Freunden, Familie und Gasteltern bestehenden Publikum vor.

Bleibt nur noch die Frage zu klären: Wie kommunizieren die Jugendlichen? „Das geht eigentlich ganz gut, wir machen das abwechselnd in beiden Sprachen“, sagt Noémies Freundin Ocilia. Mit einem Schmunzeln fügt die Zwölfjährige hinzu: „Mit Händen und Füßen müssen wir uns nicht verständigen.“

Und wenn es doch mal Sprachprobleme gibt oder das richtige Wort nicht einfällt - Birte Röver hat eine interessante Entdeckung gemacht. „Dann wird einfach das Smartphone rausgeholt und die App zur Übersetzung geöffnet.“ Vorbei sind eben die Zeiten, die auch Röver als aktive Teilnehmerin bei ihrem ersten Austausch 1992 erlebt hat: das mühevolle Blättern in einem Wörterbuch.

Von Stephan Hartung

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