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Der Mitteltrakt ist wieder nutzbar

Langenhagen Der Mitteltrakt ist wieder nutzbar

Der Nachwuchs wird vermutlich jubeln: Seit Freitagnachmittag ist der Mitteltrakt von Haus der Jugend am Langenforther Platz in Langenhagen offiziell keine Baustelle mehr. Der Gebäudeteil des alten Rathauses steht wieder für die Jugendarbeit zur Verfügung.

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Langenhagens stellvertretender Bürgermeister Bernhard Döhner und die Abteilungsleiterin für Jugend, Familie und Soziales, Heidi von der Ah, begrüßen die Gäste der Gebäudeübergabe.

Quelle: PATRICIA CHADDE

Langenhagen. Heidi von der Ah, Abteilungsleiterin für Jugend, Familie und Soziales bei der Stadt Langenhagen, zeigte sich bei ihrer Eröffnungsrede glücklich über den Dialog von Nutzern und den planenden Architekten Carola Distelmeier und Ansgar Wiegmann. Äußerlichkeiten wie Schriftzug und Uhr kamen bei den ersten offiziellen Besuchern ebenso gut an wie die Farbgestaltung in dezenten Grautönen sowie die modern gestalteten Räume mit ihren ausgeprägten Sichtachsen. Im Obergeschoss stellten Erzieherin Janina Haarmann und Sozialarbeiter Markus Koch die Betreuungsmöglichkeiten der „Hilfe zur Erziehungsmaßnahme“ für Sechs- bis Zwölfjährige vor. Hausaufgabenräume, Waschgelegenheiten für die Hygieneerziehung und ein Atelier zum Malen, Basten und Gestalten stehen jetzt zur Verfügung.

Auch die Vereinsmitglieder des Café Monopol schätzen die neuen Möglichkeiten, die eine Bühne und eine Küche bieten. Auch Gruppenräume, in denen eine Schulklasse Platz findet, sind jetzt im Erdgeschoss vorhanden. Während Mitarbeiter Stefan Heine Einblicke in Schaltschränke gewährte und auf die Steckdosen für Weihnachtsbeleuchtung in rund zwei Metern Höhe verwies, schwelgten manche Besucher bei Kaffee und Kuchen in Erinnerungen.

Langenhagens stellvertretender Bürgermeister Bernhard Döhner (CDU) kennt das Gebäude noch als Rathaus, während Marco Brunotte (SPD) sich an Ferienpassaktionen wie das Kinderkino erinnerte. Konflikte gab es während der Bauzeit auch: Während die Architekten gerne die historischen Säulenhofer Fliesen bewahrt hätten, wollte Heidi von der Ah die „ollen, gelben Dinger“ nicht mehr sehen. Gegen den gelben Plattenkuchen zum Kaffee gab es dagegen keinerlei Einwände.

Carsten Busch, Abteilungsleiter von Langenhagens Hochbauamt, genoss die Übergabe des Mitteltrakts bei einer Tasse Kaffee. Erüberführte das Gebäude in die neue Funktion. Von der technischen Gestaltung über die energetische Sanierung und den aufwendigen Brandschutzvorschriften bis zum engen Kostenrahmen war die Aufgabenstellung anspruchsvoll. Sie wurde von Hanno Hahn, projektleitender Architekt in der Stadtverwaltung Langenhagen, umgesetzt. „Schön, dass Langenhagen seinen Nachwuchs so wertschätzt“, lautet Buschs Fazit. Doch nach dem Mitteltrakt ist vor dem Nordtrakt: Eine Million Euro stehen für Abbruch und Neubau des nächsten Projektabschnitts bereit.

Das Projekt Bärenhunger schließt mangels Nachfrage

In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Mittagessen-Versorgung von Langenhagens Schulkindern stark verändert. Bei Gründung des Projektes Bärenhunger im Jahr 2007 kamen mittags bis zu 15 Schulkinder in das Haus der Jugend. Kinder von sechs bis einschließlich 14 Jahren konnten im Haus der Jugend kostenfrei und in Gesellschaft essen und mit den ehrenamtlichen Betreuern plaudern und spielen. Außerdem wurde die Möglichkeit geboten, in Kooperation mit den Fachdienstmitarbeitern von Maja, Hausaufgaben zu erledigen. „Die Nachfrage war da“, berichtet Thomas Seidel vom Langenhagener Verein zur Förderung von Jugend und Kultur, dem Träger des Projektes Bärenhunger. Auch Jugendliche profitierten, denn sie konnten hier erste Erfahrungen als Betreuer sammeln und bekamen im Zuge des Projekts beispielsweise die Kurse zur Juleica-Card bezahlt.

Die Zeiten ändern sich, das Projekt Bärenhunger hat sich überlebt: Am Freitagnachmittag gaben die Celine Müller und Andrea Kirsch vier Mittagessen aus – es waren die letzten. Da die meisten Schulen inzwischen eine eigene Mensa haben, muss der Essens-Bedarf nicht mehr im Haus der Jugend gedeckt werden. „Schön, dass die Notwendigkeit nicht mehr besteht“, findet Müller. „Aber schade ist es schon“, meint Kirsch über das Projektende. Gute Erfahrungen haben die Macher trotzdem gemacht. „Seit 2009 hat uns die Aktion Sonnenstrahl mit der Lieferung der kostenlosen Mahlzeiten unterstützt und die Stadt Langenhagen stand mit pädagogischem Rat und finanziellem Zuschuss zur Seite“, dankt Seidel zum Ende für die tolle Kooperation.

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Von PATRICIA CHADDE

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